Letztes Update am Mi, 17.04.2019 10:38

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Human Rights Watch kritisiert Ausweisung von Direktor aus Israel



Tel Aviv (APA/dpa) - Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat die Ausweisung ihres Direktors Omar Shakir aus Israel scharf kritisiert. „(Die) Gerichtsentscheidung, die Ausweisung aufrechtzuerhalten, sendet eine frostige Nachricht, dass Menschenrechtsverteidiger/Kritiker nicht willkommen sind“, teilte Human Rights Watch am Mittwoch auf Twitter mit. Shakir müsse bis zum 1. Mai das Land verlassen.

Das Jerusalemer Bezirksgericht hatte am Dienstag eine Petition gegen die Ausweisung Shakirs zurückgewiesen. Shakir betonte auf Twitter, die Organisation werde sich nun an das Höchste Gericht in Israel wenden.

Vor einem Jahr hatte Israel die Ausweisung Shakirs angeordnet, weil dieser angeblich einen Boykott gegen Israel unterstützt. Die Menschenrechtsorganisation hatte nach der Ausweisung mitgeteilt, sie stehe voll hinter Shakir. Weder die Organisation noch Shakir seien für einen solchen Boykott. Die Europäische Union rief Israel damals auf, die Ausweisung zurückzunehmen. Andernfalls stünde Israel auf einer sehr kurzen Liste von Staaten, die Mitarbeitern von Human Rights Watch die Einreise verwehrten oder diese ausgewiesen hätten.

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