Letztes Update am Mi, 17.04.2019 11:29

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Finanzpolizei beschlagnahmte 100 illegale Glücksspielgeräte



Wien (APA) - Die Finanzpolizei hat bei Razzien in Oberösterreich, Salzburg, Wien und dem Burgenland insgesamt 100 illegale Glücksspielgeräte sichergestellt werden, berichtete Staatssekretär Hubert Fuchs (FPÖ) am Mittwoch. Die Aktion fand am vergangenen Donnerstag und Freitag in insgesamt 14 Lokalen statt. Dabei kamen zwölf Teams mit 62 Mitarbeitern zum Einsatz.

„Der Glücksspielmafia muss klar sein, dass wir in diesem Kampf nicht klein beigeben werden und erst zufrieden sind, wenn auch der letzte illegale Glücksspielautomat beschlagnahmt ist“, betonte der Politiker in einer Aussendung. Man wolle durch regelmäßige Razzien zeigen, dass sich illegales Glücksspiel nicht lohnt.

Wie dreist die Betreiber sind, zeige allein die Tatsache, dass teils auch jene Lokale, die bei einer Razzia vor zwei Wochen besucht wurden, bereits wieder mit neuen Geräten nachgerüstet waren. Auch andere Erlebnisse ließen die Einsatzkräfte nicht schlecht staunen: In Wien-Ottakring war in einem bereits behördlich geschlossenen Lokal der Stromzähler abmontiert, doch der Strom wurde illegal angezapft damit der Betrieb weitergehen konnte.

In einem Meidlinger Lokal fanden die Kontrollorgane einen Laptop, der Aufzeichnungen über die Einnahmen der vergangenen Tage enthielt. Von 1. bis 11. April 2019 wurden insgesamt 63.000 Euro in vier Glücksspielgeräte eingeworfen, als Nettogewinn konnte die Glücksspielmafia mehr als 18.000 Euro verbuchen. Auch dieses Lokal wurde bereits zweimal behördlich geschlossen und versiegelt. Vor wenigen Tagen hatte sich ein Familienvater bei der Finanzpolizei gemeldet, da seine Söhne (13 und 16 Jahre) 2.000 Euro aus der Familienkassa dort verspielt hatten.

In einem Glücksspielbetrieb in Linz wurden am 1. April 2019 sieben Geräte beschlagnahmt und bereits am nächsten Tag wieder neue Automaten angeliefert. Dabei wurden die Betreiber von der Finanzpolizei beobachtet und die Anlagen erneut beschlagnahmt.




Kommentieren