Letztes Update am Mi, 17.04.2019 12:23

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


UVP-Verfahren 2 - NÖ Landesrat Schleritzko: „Aufatmen für Region“



Gänserndorf (APA) - Niederösterreichs Landesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) hat die Ausfertigung des positiven UVP-Bescheids für die Marchfeld Schnellstraße (S8) am Mittwoch begrüßt. Gemeinsam mit Gänserndorfs Bürgermeister Rene Lobner (ÖVP) sprach Schleritzko von einem „Aufatmen für die gesamte Region“. Lobende Worte fand auch die SPÖ Niederösterreich. Die Umweltorganisation Virus kündigte indes eine Beschwerde an.

„Alle Pendler, die diese Strecke jeden Tag fahren müssen, und ganz besonders die Anrainerinnen und Anrainer, erwarten sich zurecht eine baldige Verbesserung der Situation und eine Entlastung“, teilte Schleritzko in einer Aussendung mit. Aktuell würden täglich 24.000 Fahrzeuge, darunter 2.000 Lkw, in den „Ortsdurchfahrten von Gänserndorf, Strasshof oder Deutsch-Wagram“ unterwegs sein.

Auch die Dritte Präsidentin des niederösterreichischen Landtags, Karin Renner (SPÖ), sah in der Marchfeld Schnellstraße eine Verdrängung des Schwerverkehrs „aus den Ortszentren“. „Zudem ist sie für die ansässigen Wirtschaftsbetriebe von großer Bedeutung - die besseren Verkehrsanbindungen werden sich positiv auf die Wirtschaft auswirken“, wurde Renner in einer Aussendung zitiert.

Lobner sah den „intensiven Einsatz aller Bürgermeister aus der Region“ belohnt. „Im Wissen, dass wohl wieder ein Einspruch gegen die S8 zu erwarten ist, sind wir trotzdem froh, dass wir ein Etappenziel erreicht haben.“

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Am Mittwoch angekündigt wurde die angesprochene Beschwerde gegen den Genehmigungsbescheid beim Bundesverwaltungsgericht von der Umweltorganisation Virus. „Ich habe bereits begonnen, die Beschwerde zu entwerfen“, sagte Sprecher Wolfgang Rehm der APA. „Aufgrund der letzten Akteineinsicht war klar, dass sich das Verkehrsministerium nicht mit dem offenen Sachverhalt auseinandersetzen will“, schilderte Rehm weiter. Ab der Zustellung des Genehmigungsbescheids beginne die Frist von vier Wochen zu laufen.

„Mit dem positiven Bescheid haben wir bei der S8 einen wesentlichen Projektmeilenstein erreicht“, sagte Alexander Walcher, Geschäftsführer der Asfinag Bau Management GmbH. In einem nächsten Schritt „reicht die Asfinag in den kommenden Monaten zu den Wasserrechts- und Naturschutzverfahren ein“, wurde in einer Aussendung angekündigt.




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