Letztes Update am Mi, 17.04.2019 14:38

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Libyen - Italiens Außenminister: Höhe der Migrantenzahl unrealistisch



Rom (APA) - Der italienische Außenminister, Enzo Moavero Milanesi, hält die Behauptung des libyschen Ministerpräsidenten Fayez al-Sarraj, derzufolge wegen der Verschlechterung der Lage in Libyen bis zu 800.000 Migranten das Land in Richtung Italien verlassen könnten, für unrealistisch. Der Außenminister bezeichnete diese Zahl als „exorbitant“.

Laut italienischen Quellen seien lediglich „einige tausende Menschen“ zur Abfahrt nach Italien bereit, so der italienische Außenminister im Interview mit dem Radiosender „Radio Capital“ am Mittwoch. Aus einem Bericht der Geheimdienste geht hervor, dass circa 6.000 Personen die Überfahrt nach Italien unternehmen wollen.

Die Verschlechterung der Lage in Libyen könnte bis zu 800.000 Migranten und Libyer „zur Invasion von Italien und Europa bewegen“, hatte Sarraj im Interview mit der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ (Onlineausgabe von Montag) betont.

Der italienische Innenminister Matteo Salvini warnte indes erneut vor der Gefahr, dass sich unter den Migranten in Richtung Europa Kriminelle und vor allem IS-Terroristen mischen könnten. Am Mittwoch wurden zwei Männer festgenommen, die in Italien Anschläge geplant haben sollen. Die beiden sollen nach Polizeiangaben Anhänger der Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) sein. Bei den Festgenommenen handelt es sich um einen 24-jährigen Italiener und einen 18-jährigen Marokkaner.

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