Letztes Update am Mi, 17.04.2019 17:26

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


ÖVP - „Kein Kommentar“ von Sobotka



Wien (APA) - Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) will keinen Kommentar zum Buch von Ex-ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner abgeben, in dem er unvorteilhaft als Sprengmeister der rot-schwarzen Koalition porträtiert wird. „Da gibt es keinen Kommentar dazu“, sagte Sobotka am Mittwoch gegenüber der APA. Man brauche „nicht jede Fußnote der Geschichte kommentieren“, fügte er hinzu.

Mit einem Lächeln quittierte der ehemalige Innenminister die Frage, ob das Ansehen von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) durch die Darstellung seiner Rolle beim Ende Mitterlehners und der rot-schwarzen Koalition Schaden nehmen werde. Nicht beantworten wollte Sobotka auch die Frage, ob Mitterlehners Verhalten parteischädigend sei.

Mitterlehner hatte dem damaligen Innenminister Sobotka vorgeworfen, „die Rolle des Zerstörers“ in der rot-schwarzen Koalition übernommen zu haben, nachdem er - Mitterlehner - nicht selbst diese Rolle übernehmen habe wollen. Mitterlehner machte klar, dass Sobotka dabei in Absprache mit dem damaligen Außenminister Kurz agierte und offenbarte, dass auch dieser sich im Jänner 2017 weigerte, die mit Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) ausverhandelte Koalitionsvereinbarung zu unterzeichnen.

Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) wiederum ortete zwischen Mitterlehners „Eigenwahrnehmung und der Realität doch einige Diskrepanzen“. Zudem sei es „traurig“ zu sehen, „dass der Schmerz so tief sitzt“, sagte Niederösterreichs Landeshauptfrau auf Anfrage der APA: „Das tut mir für Mitterlehner persönlich auch sehr leid.“

~ WEB http://www.oevp.at ~ APA400 2019-04-17/17:22




Kommentieren