Letztes Update am Mi, 17.04.2019 19:11

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Streit um Autobahn in Italien - Strabag einigte sich mit Pedemontana



Mailand/Wien (APA) - In einem jahrelangen Rechtsstreit rund um das skandalträchtige, milliardenschwere Autobahnprojekt „Pedemontana Lombarda“ in Norditalien hat Österreichs größter Baukonzern Strabag eine Einigung mit der norditalienischen Autobahngesellschaft „Autostrada Pedemontana“ erreicht. Der Streit zog sich seit vier Jahren hin und verhinderte die Fortsetzung des Bauprojekts.

Der Einigung zufolge, die am Dienstag in einer Mailänder Rechtsanwaltskanzlei besiegelt wurde, verzichten sowohl „Autostrada Pedemontana“ als auch Strabag auf ihre jeweiligen Entschädigungsforderungen, berichteten italienische Medien.

Damit können die Bauarbeiten fortgesetzt werden, bestätigte der Vizepräsident der Region Lombardei Fabrizio Sala. „Autostrada Pedemontana“ kann jetzt zwei der drei fehlenden Lose (B2 und C) ausschreiben.

Das Autobahnprojekt „Pedemontana Lombarda“ stand bisher wegen zahlreicher Gerichtsstreitigkeiten still. Unter anderem, weil die Autobahngesellschaft entschied, den Vertrag mit dem Strabag-Konsortium für das zweite Los der Autobahn aufzulösen, wogegen sich die österreichische Gesellschaft gewehrt hatte. An dem Konsortium hält die Strabag 60 Prozent - der Rest entfällt auf die italienischen Firmen Grandi Lavori Fincosit (26 Prozent) und Impresa Costruzioni Giuseppe Maltauro (14 Prozent).

Den ursprünglichen Plänen zufolge hätte die Verbindung zwischen dem Mailänder Flughafen Malpensa und Bergamo bereits im Jahr 2015 - für die damalige Expo in Mailand - fertig sein sollen. Die hohen Baukosten wurden öfters kritisiert.

~ ISIN AT000000STR1 WEB http://www.strabag.com ~ APA460 2019-04-17/19:08




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