Letztes Update am Do, 18.04.2019 05:14

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Haushalte zahlten für Heizöl und Brennholz im Februar deutlich mehr



Wien (APA) - Die Haushaltsenergiepreise lagen im Februar um 3,5 Prozent über Vorjahr. Deutlich verteuert haben sich Heizöl und Brennholz, die Preise stiegen um über 8 Prozent, geht aus dem von der Energieagentur berechneten Energiepreisindex hervor. Langfristig seien die Preise für Brennholz aber relativ stabil, während es bei Heizöl deutlich größere Schwankungen gebe, so die Österreichische Energieagentur.

Für die Analyse der Brennholzpreise beziehe sich die Datengrundlage des Energiepreisindex (EPI) auf die Preise für Brennholz, das im Handel verkauft wird. Die Änderungsraten spiegelten also die Preise für Konsumenten wider, die ihr Brennholz beispielsweise im Baumarkt kaufen. Dabei handle es sich in der Regel um hochwertiges Hartholz. Gleichzeitig sind hauptsächlich wegen des Borkenkäferbefalls große Mengen an Schadholz vorhanden, größtenteils Weichholz. „Diese Entwicklung hat daher keine Auswirkungen für die Endverbraucher, die ihr Einfamilienhaus mit im Handel bezogenen (Hart)-Holz heizen“, betont die Energieagentur.

Brennholz wies im Februar mit plus 8,2 Prozent die zweithöchste Verteuerung auf, nach Heizöl mit plus 8,4 Prozent. Im langfristigen Vergleich hätten sich die Brennholzpreise allerdings einigermaßen stabil entwickelt - über den Zeitraum 2007 bis 2017 annähernd parallel zu allgemeinen Verteuerung. Die Heizölpreise korrelierten stark mit den internationalen Rohölpreisen und schwankten daher deutlich stärker als die Brennholzpreise. „Der Holzmarkt ist durch Regionalität und kurze Wertschöpfungsketten geprägt und nicht mit den Mechanismen der großen internationalen Märkte für andere Energieträger wie Erdgas oder Erdöl vergleichbar“, so Energieagentur-Geschäftsführer Peter Traupmann.

Im Vergleich zum Vormonat Jänner war Brennholz im Februar um 0,1 Prozent teurer, Heizöl um 2,2 Prozent.

Der Anstieg der Haushaltsenergiepreise von 3,5 Prozent lag im Februar über der Inflationsrate (1,5 Prozent). Im Vergleich zum Vormonat Jänner war Haushaltsenergie um 0,1 Prozent teurer, der Verbraucherpreisindex war im Monatsvergleich unverändert.

Holzpellets kosteten heuer im Februar im Vergleich zum Februar 2018 um 3,9 Prozent mehr, Holzbriketts um 2,6 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat Jänner verteuerten sich Holzpellets leicht um 0,2 Prozent, Holzbriketts um 0,1 Prozent.

Superbenzin war als einziger Energieträger billiger als vor einem Jahr und kostete um 2,3 Prozent weniger. Diesel war dagegen um 4,2 Prozent teurer. Im Monatsvergleich verbilligte sich Superbenzin um 0,5 Prozent, Diesel um 0,2 Prozent.

Die Strompreise waren um 4,1 Prozent höher als vor einem Jahr. Gas kostete um 1,5 Prozent mehr. Fernwärme war um 2,4 Prozent teurer. Im Vergleich zu Jänner 2019 stieg der Strompreis leicht um 0,1 Prozent. Gas und Fernwärme waren unverändert.

( S E R V I C E - Video-Statement von Energieagentur-Geschäftsführer Traupmann: https://youtu.be/rjYEAFtu1DY)

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