Letztes Update am Do, 18.04.2019 06:07

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


China schon Nummer drei unter Österreichs Importländern



Wien (APA) - China mag zwar weit weg sein, für den heimischen Außenhandel ist es aber ein wichtiger Partner. Vor allem die Einfuhren aus dem Land boomen, sie betrugen 2018 9,1 Mrd. Euro (5,9 Prozent aller Einfuhren). Das machte China zum drittwichtigsten Herkunftsland für heimische Importe, hinter Deutschland und Italien.

Die Ausfuhren nach China betrugen im Gegenzug 2018 „nur“ 4 Mrd. Euro. Damit sind nicht nur Deutschland, USA, Italien, Schweiz und Frankreich wichtigere Exportländer, sondern auch Polen, Ungarn, Tschechien und das Vereinigte Königreich. Österreichs Handelsbilanz mit China ist tiefrot. Aber das Handelsvolumen wächst rasant: Erst 2014 war die Marke von 10 Mrd. Euro übersprungen worden, 2018 waren es schon über 13 Mrd. Euro.

Aber nicht nur der Warenhandel hat sich in den vergangenen Jahren dynamisch entwickelt, auch auf der Investitionsebene tut sich sehr viel - wobei vor allem China zunehmend als Investor in Österreich auftritt. Chinesen (inklusive Hongkong) sind derzeit die sechstgrößte Investorengruppe in Österreich, hinter der klaren Nummer eins Deutschland, den USA, der Schweiz, Frankreich und Schweden. Die Ansiedelungsagentur Austrian Business Agency (ABA) zählte im Vorjahr 100 chinesische Unternehmen in Österreich (Firmen mit chinesischen Gesellschaftern und Zweigniederlassungen chinesischer Firmen).

Zu den prominenteren gehören der chinesische Investor Fosun, der den Vorarlberger Wäschekonzern Wolford übernommen hat, der oberösterreichische Luftfahrtzulieferer FACC gehört seit 2009 mehrheitlich der staatlichen Aviation Industry Corporation of China (AVIC), der steirische Motorenhersteller ATB gehört zu Wolong, der Mobilfunker drei dem Hongkonger Mischkonzern Hutchison, der oberösterreichische Spezialmotorenbauer Steyr Motors dem Hongkonger Finanzinvestor Phoenix Tree HSC.

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Aber es gibt auch genug österreichische Firmen, die in China investiert haben. Etwa der Leiterplattenhersteller AT&S, der oberösterreichische Zuliefer- und Technologiekonzern Miba, der Kranhersteller Palfinger, die voestalpine, Seilbahnhersteller Doppelmayr oder die Verpackungsfirma Alpla.




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