Letztes Update am Do, 18.04.2019 08:45

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen zur Eröffnung mit negativer Tendenz erwartet



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Nach sechs freundlichen Handelstagen in Folge dürften die europäischen Leitbörsen mit leichten Verlusten in den Handel starten. Der Euro-Stoxx-50 wird am Donnerstag mit moderaten Verlusten erwartet. Der Future auf das europäische Kursbarometer zeigt kurz vor Handelsbeginn ein Minus von 0,26 Prozent an. Die Vorgaben aus Übersee bestätigen die verhaltene Erwartung an diesem Börsentag.

Der X-DAX als vorbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex signalisiert rund eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsstart ein Minus von 0,3 Prozent auf 12.112 Punkte. Erst am Vortag hatte das deutsche Börsenbarometer ein neues Halbjahreshoch erklommen und in der Karwoche so bisher um 1,3 Prozent zugelegt. In London deutet der Future auf den FTSE-100 vorböslich einen Abschlag von 0,22 Prozent an.

An der New Yorker Wall Street ging es bereits in den vergangenen Handelstagen bestenfalls mit gebremstem Schwung aufwärts und die aktuellen Vorzeichen an den meisten Handelsplätzen in Asien sind zurzeit ebenfalls negativ. Dies scheine nun auf die europäischen Märkte auszustrahlen, sagte Marktanalyst Michael Hewson von CMC Markets.

Auch Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners hält vor den Osterfeiertagen Gewinnmitnahmen für sehr wahrscheinlich. Er verwies dafür auch auf den wegen Ostern um einen Tag vorgezogenen Verfallstermin von Optionen an den Terminbörsen. Die Marke von 12.000 Punkten im DAX gelte als Dreh- und Angelpunkt. „Einige dürften Interesse daran haben, den DAX deutlich nach oben oder unten zu bewegen“, glaubt er.

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Thema könnte auch wieder der längst erwartete Handelsdeal zwischen den USA und China sein. Laut dem „Wall Street Journal“ wird nun die Unterzeichnung eines Handelsabkommen für Ende Mai oder Anfang Juni angestrebt.

Bevor im Tagesverlauf die viel beachteten Stimmungsdaten der Einkaufsmanager in den USA (PMI) eine Indikation für die allgemeine Wirtschaftssituation liefern, stehen einige Unternehmen mit Quartalsberichten im Blick.

So startete der Pharma- und Laborausrüster Sartorius überraschend stark in das Jahr 2019. Vor allem dank einer starken Nachfrage in der Sparte Bioprocess Solutions, die Technologien für die Herstellung von Biopharmazeutika liefert, stieg der Umsatz im ersten Quartal deutlich und auch der bereinigte Nettogewinn legte kräftig zu. Dabei übertraf Sartorius durchweg die Erwartungen von Analysten. Vorbörslich legten die Papiere auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Börsenschluss am Vortag um etwas mehr als 2 Prozent zu.

Anders die Anteile von Nordex, die um etwas mehr als 2 Prozent nachgaben. Die Investmentbank Goldman Sachs kassierte ihre Kaufempfehlung. Nach dem kräftigen Kursanstieg seit Anfang Dezember von mehr als 70 Prozent sei das weitere Aufwärtspotenzial begrenzt, lautete die Begründung.

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