Letztes Update am Do, 18.04.2019 14:06

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Masern - Nicht geimpfte Schüler vorerst von Unterricht ausgeschlossen



Klagenfurt (APA) - Drei nicht gegen Masern geimpfte Klagenfurter Schüler bleiben vorerst vom Unterricht ausgeschlossen. „Diese Kinder können auch nach Ostern nicht gleich den Unterricht besuchen, da sie die Inkubationszeit von 21 Tagen abwarten müssen, bis sie wieder eine Gemeinschaftseinrichtung besuchen können“, sagte Birgit Trattler, die Leiterin des Gesundheitsamtes Klagenfurt, gegenüber dem ORF.

Die drei betroffenen Kinder sind Schüler des Lerchenfeldgymnasiums, das vergangenen Freitag wegen eines an Masern erkrankten Schülers geschlossen geblieben war. Daraufhin wurde bei den Eltern von allen Schülern, die am selben Stockwerk wie der Infizierte waren, der Impfstatus erhoben. „Zuerst haben Mitarbeiter der Schule die Eltern durchtelefoniert. Wenn der Impfschutz nicht ausreichend oder gar nicht vorhanden war, kam das Gesundheitsamt ins Spiel“, erklärte Trattler: „Bei drei Eltern haben wir es trotz Motivation nicht erreichen können, dass die Kinder sich impfen lassen.“

Diese Haltung lasse sich für Trattler sehr schwer erklären: „Gerade bei Masern haben wir die Möglichkeit, mit zwei Impfungen einen lebenslangen Schutz zu erzeugen.“ Die Telefonate mit den Eltern hätten länger gedauert: „Erst haben Mitarbeiter des Amtes angerufen, dann hat es ein Arzt versucht. Wenn man die Mutter nicht überzeugen konnte, dann hat man versucht, den Vater zu überzeugen. Überwiegend ist das ja auch gelungen, nur in drei Fällen haben wir das nicht geschafft.“

In Kärnten sind am Donnerstag bis Mittag keine neuen Masern-Verdachtsfälle oder -Erkrankungen bekannt geworden, nach wie vor verzeichnete man acht Erkrankungen und vier Verdachtsfälle, für die vorerst noch keine Laborbefunde vorlagen.




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