Letztes Update am Do, 18.04.2019 14:39

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen im Verlauf uneinheitlich



Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag im Verlauf uneinheitlich tendiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 gewann 19,18 Einheiten oder 0,55 Prozent auf 3.496,91 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 14.00 Uhr mit 12.199,83 Punkten und plus 46,76 Einheiten oder 0,38 Prozent. Der FTSE-100 der Börse London verlor hingegen 6,42 Zähler oder 0,09 Prozent und steht nun bei 7.464,90 Stellen.

Konjunkturdatenseitig standen am Vormittag für Anleger die Einkaufsmanagerindizes für Frankreich, Deutschland und die gesamte Eurozone auf der Agenda.

Der Privatwirtschaft im Euroraum hat wegen der schwächelnden Industrie auch im April Tempo eingebüßt. Der Einkaufsmanagerindex - für Industrie und Dienstleister zusammen - fiel um 0,3 Punkte auf 51,3 Zähler, teilte das Institut IHS Markit mit. Das Barometer verharrt aber über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

In Frankfurt kletterten die Titel von Automobilherstellern die Kurstafel hinauf. Daimler-Papiere schossen mit einem Plus von 1,77 Prozent an die Spitze des DAX. Auch Volkswagen und BMW konnten Gewinne verbuchen: Die VW-Titel gewannen 1,13 Prozent, BMW stiegen um 0,87 Prozent.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Verhaltene Aussagen von Michelin zur Nachfrage nach Reifen im ersten Quartal haben am Donnerstag die Kurse europäischer Hersteller belastet. Papiere von Michelin verloren 0,64 Prozent, Continental gaben um 0,18 Prozent nach.

Gelassen gab sich Analyst David Lesne von UBS zumindest für das Geschäft mit Ersatzreifen: „In Kontinentaleuropa sind die Preise weitgehend stabil. In den USA ist der Markt sehr gesund mit weiter steigenden Preisen“. Ein Preiskrieg zeichne sich nicht ab, die Gewinnrisiken für die Reifenhersteller seien geringer als die für die Autohersteller.

Auf Unternehmensseite standen zudem Quartalszahlen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. So stiegen in London Unilever um 3,12 Prozent, nachdem der niederländisch-britische Konsumgüterkonzern zum Jahresauftakt weniger umgesetzt hatte als im Vorjahr. Die Erlöse sanken im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,6 Prozent auf 12,4 Mrd. Euro.

In Paris kletterten die Papiere des französischen Industriekonzerns Schneider Electric mit plus 4,38 Prozent an die Spitze des CAC-40. Das Unternehmen hat nach einem robusten Jahresstart seine Prognose für das laufende Jahr bekräftigt. In den Monaten Jänner bis März erzielte Schneider Erlöse von 6,3 Milliarden Euro. Dies entspricht einem organischen Wachstum von 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Analysten hatten ein geringeres Wachstum erwartet.

Am Ende der Kurstafel platzierten sich Kering-Titel mit einem Minus von 3,31. Der Luxusgüterhersteller steigerte den Umsatz im ersten Quartal organisch um satte 18 Prozent. Analysten monierten aber, dass die Erlöse der Kernmarke Gucci lediglich im Rahmen der Erwartungen ausgefallen waren. Seit Jahresanfang hatten die Kering-Papiere fast ein Drittel hinzugewonnen

~ ISIN EU0009658145 ~ APA319 2019-04-18/14:35




Kommentieren