Letztes Update am Do, 18.04.2019 16:15

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Germania Flug streicht Destinationen - Drei statt vier Flugzeuge



Zürich (APA/awp/sda) - Die Schweizer Fluggesellschaft Germania Flug muss mehrere Destinationen aus dem Flugplan streichen und dünnt Frequenzen auf bestimmten Strecken aus. Der Grund dafür ist, dass der Germania im Sommer lediglich drei statt wie geplant vier Flugzeuge zur Verfügung stehen.

Durchkreuzt worden sind die Pläne der Gesellschaft von dem weltweiten „Grounding“ der „Boeing 737 Max“-Flugzeuge. Dieses führte dazu, dass die Leasing-Preise für die von der Germania eingesetzten Airbus-Maschinen wie dem A319 in die Höhe schnellten. „Der Markt ist ausgetrocknet und unbezahlbar geworden“, bestätigte Verwaltungsrat Urs Pelizzoni am Donnerstag auf Anfrage einen Bericht der Publikation „Aerotelegraph“.

Die Schweizer Gesellschaft versucht nun, ihr Flugprogramm mit drei Flugzeugen durchzuführen. Für Spitzenzeiten - wie derzeit an den geschäftigen Ostertagen - behilft sie sich zudem mit kurzfristigen Zumietungen von Flugzeugkapazitäten anderer Anbieter.

Dennoch muss das Flugprogramm für den Sommer ausgedünnt werden. So wurden die Destinationen Agadir, Fuerteventura, Funchal, Ibiza, Korfu, Las Palmas und Tirana gestrichen, wie die Gesellschaft bestätigte. Zudem wurden die Frequenzen etwa nach Palma de Mallorca ausgedünnt.

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Die Germania-Kunden seien von der Gesellschaft über die Umstellungen informiert worden, heißt es weiter - zumindest diejenigen, die direkt bei der Gesellschaft buchten. Allerdings hat die Sendung „Espresso“ von Radio SRF am Donnerstag über verärgerte Germania-Kunden wegen verspäteter oder ausgefallener Flüge berichtet. Solche Fälle kämen nicht häufiger vor als bei anderen Fluggesellschaften, hieß es dazu von Germania Flug.

Die Germania Flug ist die Schweizer Schwestergesellschaft des deutschen Ferienfliegers Germania, der im Februar die Insolvenz beantragt hatte. Die Schweizer Gesellschaft hatte in der Folge neue Aktionäre gefunden und befindet sich laut eigenen Angaben nun zu 100 Prozent in Schweizer Hand.




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