Letztes Update am Do, 18.04.2019 17:42

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kongos Präsident rief nach Bootsunglück Staatstrauer aus



Goma (APA/AFP) - Nach einem Bootsunglück in der Demokratischen Republik Kongo mit vermutlich mehr als 120 Todesopfern hat Präsident Felix Tshisekedi für Freitag Staatstrauer ausgerufen. Laut Behördenangaben vom Donnerstag starben bei dem Unglück auf dem Kiwusee im Osten des Landes in der Nacht auf Dienstag mindestens 13 Menschen, 114 weitere galten als vermisst. 35 Menschen konnten gerettet werden.

Präsident Tshisekedi, der sich seit Sonntag in der Region Kivu aufhält, ordnete nach Angaben seines Büros zudem an, dass alle Passagiere auf dem Kivusee künftig Rettungsringe tragen müssten.

Das Boot hatte in der Nacht auf Dienstag in der Stadt Goma im Norden des Sees abgelegt und war auf dem Weg nach Kalehe im Westen, als es kenterte. Die offizielle Passagierliste verzeichnete nur 49 Namen.

In der DR Kongo kommt es immer wieder zu Bootsunglücken mit zahlreichen Todesopfern. Gründe sind meist die heillose Überfrachtung der überalterten Fahrzeuge sowie das Fehlen von Rettungswesten. Im vergangenen September starben beim Untergang eines Schiffes auf dem Mongala-Fluss mindestens 27 Menschen. Im Mai wurden nach einem Schiffsunglück auf dem Fluss Momboyo 50 Todesopfer geborgen.




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