Letztes Update am Do, 18.04.2019 20:42

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


USA sind durch Freilassung politischer Gefangener im Sudan „ermutigt“



Washington/Khartum (APA/AFP) - Die USA haben die angekündigte Freilassung politischer Gefangener und die Aufhebung der nächtlichen Ausgangssperre durch den Militärrat im Sudan begrüßt. Die Sprecherin des US-Außenministeriums sagte am Donnerstag, die US-Regierung richte ihre Politik an „ihrer Einschätzung der Ereignisse“ aus.

Durch die Ankündigungen des Militärrats fühle sich Washington „ermutigt“. Die Sprecherin drängte aber auf eine rasche Übergabe der Macht an eine zivile Regierung.

Die Gespräche mit Khartum darüber, ob der Sudan von einer Liste von Staaten genommen wird, denen eine Unterstützung des Terrorismus vorgeworfen wird, lägen weiter auf Eis, fügte die Sprecherin hinzu. Sie rief den regierenden Militärrat auf, den Willen des sudanesischen Volkes zu respektieren. „Es ist Zeit, zu einer inklusiven Übergangsregierung zu kommen, die die Menschenrechte und geltendes Recht respektiert.“

Im Sudan war der seit drei Jahrzehnten autoritär herrschende Staatschef Omar al-Bashir vergangene Woche nach monatelangen Massenprotesten vom Militär gestürzt worden. Für eine Übergangszeit von zwei Jahren wurde ein Militärrat eingesetzt. An dessen Spitze steht General Abdel Fattah al-Burhan, der die Freilassung politischer Gefangener angekündigt und die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben hatte. Die Anführer der anhaltenden Massenproteste fordern allerdings eine schnelle Machtübergabe an eine zivile Regierung.




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