Letztes Update am Fr, 19.04.2019 05:10

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Aus Rache zugestochen: 18-Jähriger wegen Mordversuchs vor Gericht



Wien (APA) - Weil er im vergangenen Sommer einen Bekannten in einer Tankstelle in Wien-Penzing mit einem Butterfly-Messer niedergestochen haben soll, muss sich ein zum Tatzeitpunkt 18 Jahre alter Bursch am kommenden Mittwoch wegen Mordversuchs am Landesgericht verantworten. Er soll aus Rache gehandelt haben. Laut Anklage ging er davon aus, dass ihn das Opfer - ein 23 Jahre alter Bekannter - bestohlen hatte.

Die Bluttat ereignete sich am 1. September 2018. Als der 23-Jährige in den hinteren Bereich der Tankstelle ging, um sich ein gekühltes Getränk zu kaufen, folgte ihm der Angeklagte, wobei er das Messer unter seiner Jacke verborgen hielt. Als er den Bekannten erreicht hatte, versetzte er ihm laut Anklage von hinten drei Stiche. Einer ging in den linken Oberarm, wobei die Hauptschlagader fast durchtrennt wurde, zwei in den Oberkörper, wovon einer die linke Niere beschädigte. Der lebensgefährlich verletzte 23-Jährige überlebte nur dank rascher intensivmedizinischer Hilfe.

Der 18-Jährige dürfte über Monate hinweg einen Groll gegen den 23 Jahre alten Bekannten gehegt und mit sich herumgetragen haben. Er hatte sich mit diesem Ende Dezember 2017 zum gemeinsamen Cannabis-Rauchen getroffen. Dabei soll er vom Älteren bestohlen worden sein. Das vermutete jedenfalls der beschäftigungslose 18-Jährige, der aufgrund einer Persönlichkeitsstörung in einer betreuten WG untergebracht war.

Ende August soll der Jugendliche im Freundeskreis angekündigt haben, er werde dem 23-Jährigen „etwas antun“. Die Drohungen wurden offensichtlich nicht ernst genommen. Jedenfalls erreichten den 23-Jährigen keine Warnungen.

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