Letztes Update am Fr, 19.04.2019 08:49

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nissan will Produktion kräftig drosseln



Tokio/Yokohama (APA/sda/reu) - Der japanische Autobauer Nissan will die Produktion deutlich zurückfahren und damit vom aggressiven Expansionskurs seines inhaftierten Ex-Chefs Carlos Ghosn abkehren. Die Fertigung solle im bis Ende März 2020 laufenden Geschäftsjahr um rund 15 Prozent sinken, berichtet die Zeitung „Nikkei“ (Freitagsausgabe).

Es wäre der größte Produktionseinschnitt seit mehr als einem Jahrzehnt. Der Schritt werde wohl Auswirkungen auf den Gewinn haben und könnte die Allianz mit dem französischen Hersteller Renault belasten.

Nissan hatte erst Anfang des Jahres seine Gewinnprognose zurückgeschraubt. Ghosn sitzt erneut in japanischer Haft. Ihm wird Veruntreuung und anderes finanzielles Fehlverhalten vorgeworfen. Er bestreitet die Anschuldigungen.

Nissan setzte den Manager unmittelbar nach dessen erster Verhaftung im November als Aufsichtsratspräsident ab. Im Jänner trat er als Renault-Chef zurück. Ghosn war einst treibende Kraft hinter der Autoallianz von Renault, Nissan und Mitsubishi.

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