Letztes Update am Fr, 19.04.2019 09:34

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


17 Verletzte nach Erdbeben der Stärke 6,1 in Taiwan



Taipeh (APA/dpa) - Bei dem Erdbeben der Stärke 6,1 in Taiwan am Donnerstag sind mindestens 17 Menschen verletzt worden. Die meisten von ihnen wurden von herabfallenden Gegenständen in ihren Wohnungen oder Glasscherben getroffen, berichtete die taiwanische Nachrichtenagentur CNA. Das Zentrum des Bebens lag in Hsiulin in der Nähe der osttaiwanesischen Stadt Hualien und wurde in einer Tiefe von 18 Kilometern gemessen.

Laut dem taiwanesischen Wetterbüro war das Beben auf der gesamten Insel zu spüren. Größere Schäden oder Todesopfer gab es jedoch nicht. In der Hauptstadt Taipeh wurden laut Behördenangaben 30 Menschen aus einem Bürogebäude in Sicherheit gebracht, weil es sich nach dem Beben leicht zur Seite geneigt hatte. Auch die U-Bahn in Taipeh stellte vorübergehend den Betrieb ein.

In der bergigen Region um Hualien, wo das Beben am stärksten zu spüren war, trafen herabfallende Steine einen Mann und eine Frau beim Wandern. Der 40-jährige Mann aus Malaysia zog sich schwere Verletzungen zu. Auch die taiwanische Frau wurde mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus gebracht.

Das Erdbebenwarnsystem habe gut funktioniert und die wichtigen Transportsysteme der Insel seien nicht ernsthaft beeinträchtigt worden, sagte Taiwans Premierminister Su Tseng-chang. Auch keines der Atomkraftwerke auf der Insel sei beschädigt worden, berichtete Taiwans staatliche Nachrichtenagentur NCA.

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Bei einem schweren Erdbeben der Stärke 6,4 waren im Februar des vergangenen Jahres 17 Menschen in Hualien ums Leben gekommen.

In der Nähe von Taiwan treffen zwei tektonische Platten aufeinander, auf der Insel bebt deshalb immer wieder die Erde. Ein Beben der Stärke 7,3 erschütterte Taiwan im September 1999. Damals starben dort mehr als 2.400 Menschen.




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