Letztes Update am Fr, 19.04.2019 09:52

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Missbrauchsermittlungen gegen Vlbg. Jugendbetreuer abgeschlossen



Bregenz (APA) - Ein Vorarlberger Jugendbetreuer, gegen den seit Juli 2018 Missbrauchsermittlungen laufen, soll sich an insgesamt acht Buben vergangen haben. Das gehe aus dem Polizeibericht an die Staatsanwaltschaft hervor, berichtete der ORF Vorarlberg am Freitag. Der Mann soll Buben im Alter von zehn bis 17 Jahren im Jugendtreff in Altach (Bezirk Feldkirch) und auf Campingplätzen im Ausland missbraucht haben.

Heinz Rusch, Sprecher der Staatsanwaltschaft Feldkirch, bestätigte, dass der Abschlussbericht vorliege, inhaltlich wollte Rusch sich nicht äußern. Laut dem ORF-Bericht datierte der erste Übergriffs des Mannes aus dem Jahr 1999. Damals soll der Verdächtige einen 14-jährigen Buben missbraucht haben. Dieses mutmaßliche Opfer brachte den Fall 2018 mit einer Anzeige ins Rollen. Der Mann, Leiter des Jugendtreffs der Gemeinde Altach und seit 20 Jahren für die Kommune tätig, wurde in Untersuchungshaft genommen.

Der Fall wurde Anfang Juli 2018 publik, als sich die Gemeinde dazu entschloss, die zuvor erfolgte Verhaftung des Mitarbeiters öffentlich zu machen, um mögliche weitere Opfer zu bitten, sich zu melden, und sich dafür zu entschuldigen, dass die Vorfälle - schon damals ging man von mehr als einem Einzelfall aus - so lange unentdeckt geblieben waren. Zahlreiche Befragungen und Abklärungen folgten, auch an früheren Arbeitsstellen des Verdächtigen.

Unabhängig von dem Fall, erstattete unterdessen ein weiterer Mann Anzeige gegen den Tatverdächtigen. Auch ihn soll der Jugendbetreuer seinerzeit missbraucht haben. Nur wenige Tage, bevor der Fall öffentlich bekannt wurde, soll der Jugendbetreuer sich mit einem 17-Jährigen gefilmt haben, ohne das Wissen des mutmaßlichen Opfers, so der ORF. Inzwischen gehe die Polizei laut ihrem Ermittlungsbericht von acht Opfern aus.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Der tatverdächtige Jugendbetreuer befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Laut seiner Anwältin soll er vollumfänglich gestanden und freiwillig alle weiteren Taten zugegeben haben. Sie gehe davon aus, dass in sieben der acht Verdachtsfälle Anklage erhoben werde.




Kommentieren