Letztes Update am Fr, 19.04.2019 11:34

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Eishockey: KAC will „weitermachen“ und am Samstag zurückschlagen



Wien (APA) - Mit dem 3:2-Sieg in einer intensiven Partie am Donnerstagabend haben die Vienna Capitals in der Finalserie der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) gegen den KAC wieder vorgelegt. Am Samstag (17.00 Uhr) können sich die Wiener in Klagenfurt bereits den ersten Matchpuck erarbeiten. Doch beim KAC ist man trotz des 1:2-Rückstands überzeugt, mit dem Heimpublikum im Rücken zurückschlagen zu können.

Der Gang nach Wien war für den KAC neuerlich ein schwerer. Dennoch zog Trainer Petri Matikainen ein durchaus positives Fazit. „Im Vergleich zum letzten Spiel hier waren wir bereit. Mental, physisch, taktisch“, sagte der Finne. Nach 0:1-Rückstand reagierte sein Team mit zwei Treffern vorbildlich. Das reichte aber nicht, um die Wende der Hausherren zu verhindern, gerade im letzten Spielabschnitt geriet man noch stark unter Druck - auch wenn die Caps nicht mehr trafen. „Mir gefällt, wie wir immer ein bisschen besser werden. Wir müssen weitermachen“, sagte Matikainen. Sein Fazit: „Wir hatten ein bisschen Pech und zu viele Strafen heute.“

Der dritte Wiener Treffer fiel aus Sicht der Gäste durchaus etwas unglücklich. „Wir waren den Wienern spielerisch sicher ebenbürtig“, war gegenüber „Sky“ auch Clemens Unterweger überzeugt, der eine Hereingabe Emilio Romigs ins eigene Tor abfälschte. Fakt ist freilich, dass der KAC zum ersten Mal seit dem Halbfinale 2017 gegen Salzburg in einer Play-Off-Serie mit 1:2 im Rückstand liegt. Fakt ist auch dass sich in sieben der jüngsten neun EBEL-Endspielserien jenes Team zum Champion kürte, das die dritte Begegnung gewinnen konnte. Matikainen jedenfalls stellt sich auf ein langes, enges Finale ein: „Das wird eine harte Serie.“

Die Wiener tankten jedenfalls viel Selbstvertrauen, zeigten ab der ersten Minute an jenen Geist, den Coach David Cameron nach dem verhaltenen Beginn in Spiel zwei gefordert hatte. „Mir hat heute sehr gefallen, wie meine Spieler auf dem Eis um jeden Zentimeter gekämpft haben“, meinte der zufriedene Caps-Trainer. „Heute haben meine Burschen einen richtig guten Job gemacht. Dadurch waren wir auch mehr im Drittel KAC und konnten mehr Schüsse aufs Tor bringen.“

Nicht zuletzt die gelungene Reaktion auf die zwischenzeitliche Führung der „Rotjacken“ gefiel dem Kanadier: „Wir haben das gut gemacht, verfallen nicht in Panik, wenn wir in Rückstand geraten.“ Auch Verteidiger Patrick Peter, der die Hausherren mit 1:0 in Führung brachte, war zufrieden. „Wir sind hinten besser gestanden als in Klagenfurt und haben einen besseren Start erwischt. Wir waren weiter im Flow“, sagte Peter. „Wir sind im Rhythmus“, stellte Cameron fest. Den wird man auch am Samstag brauchen. Cameron: „Ich erwarte ein weiteres Spiel drei.“




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