Letztes Update am Fr, 19.04.2019 12:16

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Greiner will mit seiner Schaumstoffsparte stärker werden



Kremsmünster (APA) - Der Kunststoffkonzern Greiner mit Sitz in Kremsmünster will im Bereich Schaumstoffe seine Weichschaumkompetenz stärken. Eine Chance sieht er durch die Beteiligung an einem diese Woche von der irischen Kingspan Group gemachten 700 Mio. Euro schweren Übernahmeangebot für zwei Bereiche der belgischen Recticel-Gruppe.

Die Schaumstoffsparte ist eine wesentliche Säule der insgesamt vier operativen Sparten von Greiner. In Form eines 1992 gegründeten Joint Ventures mit Recticel hält man 50 Prozent an Eurofoam - ein nach eigenen Angaben führender Hersteller von Polyurethan-Weichschaum in Zentral- und Osteuropa. Recticel ist ein belgischer, börsennotierter Hersteller von Produkten aus Polyurethanschaum und in den vier Bereichen Bedding (Bettwaren), Automotive (Automobilbereich) sowie Flexible Foams (Weichschaum) und Insulations (Bauisolierungen) tätig.

Für die beiden letzteren Bereiche hat die irische Kingspan Group am vergangenen Dienstag ein Angebot zur Übernahme um 700 Mio. Euro gelegt, das seither von Recticel geprüft wird. Dessen Insulation Division machte zuletzt 271,2 Mio. Euro Umsatz und hatte ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 447, Mio. Euro, die Flexible Foams Division setzte 621,5 Mio. Euro um und erzielte ein Ebitda von 41,5 Mio. Euro. Kingspan informierte bei seinem Angebot, dass eine Vereinbarung mit einem nicht näher genannten Unternehmen über die Übernahme von Flexible Foams bestehe.

Am Freitag teilte nun Greiner in einer Presseaussendung mit, dass man im Fall einer Übernahme durch Kingspan den Flexible Foams-Bereich erwerben und damit seine globale Kompetenz im Schaumstoffbereich stärken wolle. Weitere Auskünfte zu dem geplanten Deal seien zum derzeitigen Zeitpunkt nicht möglich, hieß es auf eine APA-Anfrage.

Greiner hat 2017 seinen Umsatz um 7 Prozent auf 1,579 Mrd. Euro gesteigert und beschäftigte über 10.000 Mitarbeiter an 139 Standorten in 33 Ländern. Die Bilanzzahlen für 2018 will das Unternehmen in seinem Jahrespressegespräch am 9. Mai veröffentlichen.

~ WEB http://www.greiner.at ~ APA156 2019-04-19/12:14




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