Letztes Update am Fr, 19.04.2019 13:37

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Trauertag nach tödlichem Schiffsunglück im Kongo



Kinshasa (APA/dpa) - Nach einem verheerenden Schiffsunglück mit wahrscheinlich Dutzenden Toten hat der Kongo am Karfreitag einen nationalen Trauertag begangen. Präsident Felix-Antoine Tshisekedi hatte angeordnet, die Flaggen im Land auf Halbmast zu setzen. Nach dem Unglück auf dem Kivusee im Osten des Kongos wurden nach Behördenangaben bisher 14 Leichen geborgen. Mehr als 140 Menschen wurden weiterhin vermisst.

Das Boot war am Montagabend gekentert. Schlechtes Wetter soll eine wichtige Rolle bei dem Unglück gespielt haben, die genaue Unfallursache wird aber noch untersucht.

Tshisekedi hatte am Donnerstag Familien der Opfer besucht. Man werde Ermittlungen einleiten und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen, versprach er. Zudem sagte er, man wolle sicherstellen, dass derartige Tragödien in Zukunft vermieden werden.

Der Kivusee ist etwa fünf Mal so groß wie der Bodensee und trennt den Kongo von Ruanda. Auf dem See verkehren zahlreiche Passagierboote, die unter anderem die Großstadt Goma am Nordende mit der südlichen Stadt Bukavu verbinden.

Auf den einfachen Booten gibt es in der Regel keine Rettungswesten. Die wenigsten Kongolesen können schwimmen. Zudem sind die Schiffe häufig völlig überladen. Auf den Seen und Flüssen des zentralafrikanischen Riesenstaats, in dem es nur wenig Teerstraßen gibt, kommt es daher immer wieder zu tödlichen Unglücken.




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