Letztes Update am Fr, 19.04.2019 15:31

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Aufregung um Video 2 - IGGÖ sucht Gespräch mit Islamischem Zentrum



Wien (APA) - Der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ), Ümit Vural, wird das Gespräch mit dem Islamischen Zentrum Imam Ali (IZIA Wien) suchen. Vural reagiert damit auf ein YouTube-Video auf dem Kanal des Zentrums auf dem behauptet wurde, dass „Homosexualität das Ende der Menschheit“ bedeute. Homophobie sei genau so abzulehnen wie Islamophobie, sagte Vural in einer Aussendung.

„Angehörige von Minderheiten und dazu gehören bei uns in Österreich auch homosexuelle Menschen haben ein Anrecht auf Schutz und Wahrung ihrer Würde. Die Basis für unser friedliches Zusammenleben ist und bleibt die Toleranz einander gegenüber“, erklärte Vural, der betonte, dass er das Video nicht sehen konnte, weil es bereits vom Netz genommen worden ist.

Vural verwies darauf, dass das auf einem Grundstück des Staates Iran in Wien-Floridsdorf befindliche Islamische Zentrum Imam Ali Teil der Schiitischen Kultusgemeinde sei, die sich der IGGÖ anschließen wolle, doch deren Antrag auf Gründung vom Kultusamt abgelehnt worden sei. „Daher bleibt die Schiitische Kultusgemeinde in einem rechtlichen Nirvana gefangen und ihre endgültige Integration in die IGGÖ wird behindert. Dennoch betrachten wir die schiitischen Geschwister als integralen Teil der IGGÖ und werden in dieser Causa das Gespräch suchen“, kündigte Vural an.

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