Letztes Update am Fr, 19.04.2019 17:10

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Trump sprach mit General Haftar über Lage in Libyen



Tripolis/Washington (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat am Montag mit dem libyschen General Khalifa Haftar telefoniert, der Anfang April einen Angriff auf die libysche Hauptstadt Tripolis begonnen hatte. Das Weiße Haus teilte am Freitag in Washington mit, Trump und Haftar hätten über den „Kampf gegen Terrorismus“ und die Notwendigkeit von Frieden und Stabilität in Libyen gesprochen.

Trump habe Haftars wichtige Rolle im Kampf gegen den Terror und bei der Absicherung libyscher Ölreserven gewürdigt. Beide hätten auch über eine „gemeinsame Vision“ für Libyens Übergang zu einem stabilen, demokratischen politischen System geredet.

In Libyen konkurrieren zwei Regierungen und zahlreiche Milizen um die Macht. Truppen des einflussreichen Generals Haftar hatten Anfang April einen Angriff auf Tripolis begonnen, wo die international anerkannte Regierung von Fayez al-Sarraj sitzt. Der 75-Jährige hat seinen Einfluss bereits auf große Teile Libyens ausgedehnt und will auch die Hauptstadt unter Kontrolle bringen.

Der UN-Sicherheitsrat hatte sich vor rund zwei Wochen „zutiefst besorgt“ über die Entwicklung in Libyen gezeigt, wie es in einer vor Journalisten verlesenen Erklärung hieß. Darin rief er Haftar auf, den Vormarsch seiner Truppen auf Tripolis zu stoppen. Alle Appelle dieser Art verhallten allerdings bisher ungehört. Auf eine Resolution mit dieser Forderung konnte sich der Rat bisher nicht einigen.

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Die von den UN unterstützte Sarraj-Regierung erließ einen Haftbefehl gegen Haftar. Dieser begründe sich hauptsächlich mit den Bombenangriffen auf den Flughafen Mitiga und Wohngebiete, teilte die Militärstaatsanwaltschaft in Tripolis mit.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO meldete am Freitag mindestens 213 Tote und mehr als 1000 Verletzte seit dem Ausbruch der Zusammenstöße in Libyen vor rund zwei Wochen.




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