Letztes Update am Fr, 19.04.2019 17:28

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ein Toter bei neuem Angriff auf Ebola-Zentrum im Kongo



Kinshasa (APA/dpa) - Unbekannte haben im Ost-Kongo erneut ein Ebola-Zentrum angegriffen. Mindestens ein Mensch wurde bei der Attacke gegen ein Krankenhaus in der Stadt Butembo getötet, mehrere weitere verletzt, wie der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Freitag über Twitter erklärte.

Mitarbeiter des Gesundheitswesens bemühten sich darum, Leben zu retten und dürften nicht zur Zielscheibe werden, forderte er. Der erneute Angriff auf ein Ebola-Zentrum sei sehr besorgniserregend.

Die Stadt Butembo in der Provinz Nord-Kivu liegt im Zentrum der gegenwärtigen Ebola-Epidemie. Es handelt sich um den bisher zweitschwersten bekannten Ausbruch des lebensgefährlichen hämorrhagischen Fiebers. Wegen wiederholter Angriffe auf Ebola-Zentren und aktiver Milizen in der Region ist es Helfern bisher nicht gelungen, die Epidemie unter Kontrolle zu bringen. In Nord-Kivu und im angrenzen Ituri sind bereits rund 1.300 Menschen an Ebola erkrankt, mehr als 840 starben infolge der Infektion. Um den Ausbruch einzudämmen, haben in der Region bereits rund 100.000 Menschen einen experimentellen Ebola-Impfstoff erhalten.

Örtlichen Medien zufolge richtete sich der jüngste Angriff auf die katholische Universitätsklinik in Butembo, wo sich ein Transitzentrum für Ebola-Patienten befindet. Dort werden Patienten unter strengen Sicherheitsvorkehrungen auf eine mögliche Infektion hin untersucht. Erkrankte werden von dort in ein Behandlungszentrum verlegt.

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