Letztes Update am Fr, 19.04.2019 21:01

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Guaidó ruft in Venezuela für 1. Mai zu Demo gegen Maduro auf



Caracas (APA/dpa) - Im Machtkampf in Venezuela hat der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó zu einer Kraftprobe am 1. Mai aufgerufen. Im Rahmen seiner Kampagne, um Staatschef Nicolás Maduro aus dem Amt zu drängen, rief Guaidó seine Anhänger am Freitag bei einer Kundgebung in Caracas zum „größten Aufmarsch der Geschichte Venezuelas“ auf - mit dem Ziel, „das Ende der Usurpation“ zu fordern.

Die Regierung Maduros habe ihr Scheitern anerkannt, indem sie erstmals diese Woche die Verteilung von humanitärer Hilfe des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) zuließ, sagte Guaidó. Am Mittwoch war in Caracas ein Flugzeug mit 24 Tonnen Hilfsgütern des Roten Kreuzes gelandet. Zu der Ladung gehörten Tabletten zur Wasserreinigung, Medikamente und Stromgeneratoren für die Krankenhäuser.

Venezuela befindet sich in einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise, die das Gesundheitssystem, die Nahrungsmittelversorgung und die Stromzufuhr an den Rand des Kollapses geführt hat. Oppositionsführer Guaidó hatte im Februar versucht, Hilfsgüter aus dem Nachbarland Kolumbien nach Venezuela zu schaffen. Maduros Sicherheitskräfte stoppten jedoch die Lastwagen an der Grenze.

Der Parlamentsvorsitzende Guaidó hatte sich im Jänner zum Interimspräsidenten proklamiert und spricht Maduro die Legitimität ab. Die Opposition fordert unter Führung von Guaidó den Rücktritt Maduros und demokratische Wahlen.




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