Letztes Update am Sa, 20.04.2019 11:59

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


USA: Festnahme nach Überfall auf nordkoreanische Botschaft in Madrid



Washington/Madrid (APA/AFP) - Fast zwei Monate nach einem rätselhaften Überfall auf die nordkoreanische Botschaft in Madrid ist in den USA ein Ex-Soldat festgenommen worden. Wie die „Washington Post“ am Samstag unter Berufung auf Ermittlungskreisen berichtete, gehört der ehemalige Marineinfanterist einer Gruppe an, die den Sturz von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un zum Ziel hat.

Die US-Polizei durchsuchte demnach auch die Wohnung eines Mexikaners, den die spanischen Behörden als Anführer des Überfalls ausgemacht hatten. Nach spanischen Angaben waren am 22. Februar maskierte Angreifer in das Botschaftsgebäude in Madrid eingedrungen, hatten Mitarbeiter bedrängt und Computer gestohlen.

Zu dem Überfall, der sich nur wenige Tage vor dem zweiten Gipfeltreffen zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump ereignete, bekannte sich die Dissidenten-Gruppe Cheollima Civil Defence (CCD). Sie Gruppe erklärte, sie habe damit illegale Machenschaften in den nordkoreanischen Auslandsvertretungen aufdecken wollen und „gewisse Informationen von enormem möglichem Wert“ an die US-Bundespolizei FBI übermittelt.

Nordkorea sprach von einem „schweren terroristischen Angriff“ und wies auf eine mögliche Verwicklung des FBI hin. Pjöngjang erklärte, es gehe Gerüchten, wonach das FBI in den „Terror-Vorfall“ involviert gewesen sei.

Ein FBI-Sprecher wollte sich nicht zu dem Bericht der „Washington Post“ äußern und verwies auf das US-Justizministerium. Das Ministerium lehnte eine Stellungnahme ebenfalls ab.




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