Letztes Update am Sa, 20.04.2019 14:32

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Asyl: OÖ. Gemeindebund will an 5-Euro-Stundenlohn festhalten



Wien/Linz (APA) - Anders als der österreichische Gemeindebund sieht der Präsident des oberösterreichischen Gemeindebunds, Johann Hingsamer, die Kürzung des Anerkennungsbeitrags für Asylwerber für gemeinnützige Arbeit auf 1,50 Euro pro Stunde skeptisch. „Mir ist es lieber, eine Regelung beizubehalten, die sich bewährt hat und mit der die Gemeinden gut umgehen können“, sagt er am Samstagnachmittag gegenüber der APA.

Er wolle darum am bisherigen Modell festhalten. „Der Betrag für Asylwerber ist ohnehin mit 110 Euro pro Monat gedeckelt. Die Menschen sollen für ihre Leistung auch weiter fünf Euro pro Stunde bekommen.“ Der Betrag werde derzeit nahezu einheitlich in ganz Oberösterreich für gemeinnützige Arbeit ausbezahlt. Die Linie des österreichischen Gemeindebunds sei mit ihm nicht abgestimmt gewesen, sagte Hingsamer - der für die ÖVP auch im Landtag sitzt. „Meine Haltung ist bekannt und sie entspricht auch der Haltung des oberösterreichischen Gemeindebunds.“

Am Samstag hatte auch die Vorsitzende der SPÖ Oberösterreich, Birgit Gerstorfer, Kritik an der Stellungnahme des österreichischen Gemeindebunds geübt. Dieser solle lieber die Interessen seiner Mitglieder vertreten, als sich in der Causa auf die Seite der schwarz-blauen Bundesregierung zu stellen. Vielmehr könne durch eine gute Integration von Asylwerbern in den Arbeitsmarkt der Staat finanziell entlastet werden.




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