Letztes Update am Sa, 20.04.2019 20:32

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


UN-Blauhelmsoldat in Mali getötet



Bamako (APA/dpa) - Ein UN-Blauhelmsoldat ist im westafrikanischen Krisenland Mali bei einem Angriff auf einen Konvoi getötet worden. Er sei infolge der Explosion einer Mine oder eines Sprengsatzes zwischen Douentza und Boni im Zentrum des Landes gestorben, teilte die UN-Mission Minusma am Samstag mit.

Nach einer vorläufigen Bilanz seien vier weitere Blauhelmsoldaten verletzt worden. Eine schnelle Reaktionstruppe sei sofort entsandt worden. Die Nationalität des getöteten Blauhelmsoldaten wurde in der Mitteilung nicht genannt.

Der wüstenhafte und weitläufige Norden des Landes dient Milizen und islamistischen Terroristen als Rückzugsgebiet. Sie greifen neben Zivilisten auch einheimische und internationale Streitkräfte an. Die UN-Mission zur Stabilisierung Malis gilt daher als derzeit gefährlichster Blauhelmeinsatz weltweit.

Zuletzt war die malische Regierung nach Monaten zunehmender Gewalt im Zentrum des Krisenlandes zurückgetreten. Die Gewalt geht zum Teil auch auf ethnische Spannungen zurück, etwa zwischen der Volksgruppe der nomadischen Fulani und sesshaften Bauern.

2012 hatten Islamisten im Norden des Landes zeitweise die Macht übernommen, konnten aber 2013 mit Hilfe des französischen Militärs wieder zurückgedrängt werden.




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