Letztes Update am Sa, 20.04.2019 21:53

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


UN-Blauhelmsoldat aus Ägypten bei Angriff in Mali getötet



Bamako (APA/AFP/dpa) - In Mali ist ein UN-Blauhelmsoldat bei einem Sprengstoff-Angriff getötet worden. Vier weitere Soldaten der UN-Mission Minusma seien durch die Explosion im Zentrum des Landes verletzt worden, erklärte Minusma am Samstag.

Die Soldaten waren demnach auf der Strecke zwischen den Orten Douentza und Boni mit einem Fahrzeugkonvoi unterwegs. Der Tote und die Verletzten kamen aus Ägypten, wie eine Quelle aus Sicherheitskreisen der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Minusma-Chef Mahamat Saleh Annadif verurteilte den „feigen Angriff“ auf die Blauhelmsoldaten. Diese erhielten nach Angaben der UN-Mission rasch Unterstützung durch weitere Blauhelmeinheiten. Die Attacke sei abgewehrt und die Angreifer festgenommen worden, erklärte Minusma-Kommandant Dennis Gyllensporre.

Das westafrikanische Mali ist seit 2012 Aufmarschgebiet für Milizen und islamistische Terroristen, die damals die Kontrolle über den wüstenhaften und weitläufigen Norden des Landes übernahmen. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein und drängte die Islamisten zurück.

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Doch trotz der Präsenz tausender internationaler Soldaten herrscht weiterhin Instabilität. Die Islamisten greifen neben Zivilisten auch einheimische und internationale Streitkräfte an. Die UN-Mission zur Stabilisierung Malis gilt daher als derzeit gefährlichster Blauhelmeinsatz weltweit.

Zuletzt war die malische Regierung nach Monaten zunehmender Gewalt im Zentrum des Krisenlandes zurückgetreten. Die Gewalt geht zum Teil auch auf ethnische Spannungen zurück, etwa zwischen der Volksgruppe der nomadischen Fulani und sesshaften Bauern.




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