Letztes Update am So, 21.04.2019 12:30

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Avramopoulos wegen Lage in Krisenland Libyen besorgt



Tripolis (APA) - EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos ist wegen der jüngsten Gewalteskalation in Libyen besorgt. „Die EU und ihre Mitgliedsstaaten haben einen sofortigen Waffenstillstand gefordert. Wir müssen eine Verschlechterung der Lage vermeiden“, erklärte der Grieche der römischen Tageszeitung „Il Messaggero“ (Sonntagsausgabe) in einem Interview. Daher müssen man auf allen Fronten handeln.

Avramopoulos betonte, es gebe derzeit keine Anzeichen für eine Zunahme der Migrationsströme aus Libyen in Richtung Europa. „Wir müssen jedenfalls vorbereitet sein. Priorität ist, allen Migranten, unabhängig von ihrem Status, eine würdevolle und menschliche Behandlung zu sichern“, sagte er.

Der EU-Kommissar übte Kritik an der Politik der „geschlossenen Häfen“ der italienischen Regierung. „Migrantenanlandungen nicht zu erlauben, ist keine Lösung. Der jüngste Fall des Schiffes ‚Alan Kurdi‘ der deutschen NGO Sea-Eye bezeugt, dass strukturelle Lösungen notwendig sind, damit die Landung der geretteten Personen schnell und sicher erfolgen kann“, so Avramopoulos.




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