Letztes Update am So, 21.04.2019 12:54

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


„Urbi et orbi“: Papst betet für Opfer von Anschlägen in Sri Lanka



Vatikanstadt/Colombo (APA) - Papst Franziskus hat in seiner „Urbi et orbi“-Osterbotschaft, die er vom Balkon des Petersdoms verlesen hat, neue Initiativen für den Frieden in der Welt gefordert. Zugleich drückte er seine Trauer wegen der Serie tödlicher Explosionen in Kirchen in Sri Lanka aus, bei denen mehr als 180 Menschen ums Leben gekommen sind.

Franziskus betete für die Opfer „einer derartigen Gräueltat“, sowie für deren Angehörigen und für die Verletzten. Er erklärte sich mit der christlichen Gemeinschaft in Sri Lanka solidarisch, die zu Ostern im Gebet versammelt war, als die Anschläge verübt wurden.

Beim Segen benannte das Kirchenoberhaupt die vielen Krisenherde rund um den Globus. Frieden erbat der Papst zunächst vor allem für Syrien. „Der Augenblick ist gekommen, den Einsatz für eine politische Lösung zu erneuern, die den richtigen Bestrebungen nach Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit entspricht“, sagte der Papst. Er forderte „die sichere Rückkehr der Evakuierten wie auch derer, die in die benachbarten Länder, insbesondere in den Libanon und nach Jordanien, geflohen sind“.

Israelis und Palästinenser rief der Papst auf, nach einer Zukunft des Friedens und Stabilität zu streben. Einen Gedanken widmete der Pontifex der Bevölkerung des Jemen, insbesondere den von Hunger und Krieg zermürbten Kindern, sowie Libyen, wo in den letzten Wochen wieder Menschen umgekommen seien und viele Familien gezwungen waren, ihre Häuser zu verlassen. Der Papst betete auch für Frieden in Afrika, vor allem in Burkina Faso, Mali, Niger, Nigeria, Kamerun und Sudan.

Der Papst hofft auf Frieden in den östlichen Regionen der Ukraine und drückte dem venezolanischen Volk und Nicaragua seine Nähe aus. „Der Herr verleihe den politischen Verantwortungsträgern die Kraft, den sozialen Ungerechtigkeiten, Missbräuchen und Gewalttaten ein Ende zu setzen“, sagte der Pontifex. Er rief hinzu zu Initiativen für die Bedürfnisse der Notleidenden, Wehrlosen, der Armen, Arbeitslosen und der Ausgegrenzten auf, sowie derer, die auf der Suche nach Brot, Zuflucht und nach Anerkennung ihrer Würde sind“.




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