Letztes Update am So, 21.04.2019 12:57

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bericht: Neue Ermittlungen gegen VW-Manager wegen illegaler Boni



Berlin/Wolfsburg (APA/dpa) - Nach der Anklage gegen Ex-VW-Chef Martin Winterkorn hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig ein neues Ermittlungsverfahren gegen einen VW-Manager eingeleitet. Wie die „Bild am Sonntag“ berichtete, wurden die neuen Ermittlungen wegen Verdachts auf Untreue eingeleitet. Es geht um illegale Bonuszahlungen, bei denen noch nicht klar ist, wer sie genehmigt hat. Ermittelt wird daher gegen Unbekannt.

Ein VW-Sprecher bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass die Volkswagen AG das Ermittlungsverfahren kenne. Vor dem Hintergrund des laufenden Verfahrens äußere er sich aber nicht zu weiteren Details. Die Staatsanwaltschaft war am Sonntag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Laut der Zeitung geht es um angeblich illegale Bonuszahlungen, die ein Manager nach Bekanntwerden des Dieselskandals weiterhin bekommen haben soll. Er sei damals freigestellt worden, habe aber einen neuen Vertrag mit VW geschlossen und weiterhin eine monatliche Vergütung bekommen.

Zusätzlich habe er Boni erhalten - laut „Bild am Sonntag“ 866.000 Euro zwischen 2016 und 2018. Solche Boni, also erfolgsabhängige Vergütungen, ließen sich aber nach Ansicht der Ermittler mit dem neuen Vertrag nicht mehr rechtfertigen, schreibt die Zeitung.

(In APA090 vom 21.04.2019 wurde der Untertitel auf „Keine Stellungnahme seitens der Volkswagen AG“ geändert und der 1. Satz des 2. Absatzes durch folgende Sätze ersetzt: „Es geht um illegale Bonuszahlungen, bei denen noch nicht klar ist, wer sie genehmigt hat. Ermittelt wird daher gegen Unbekannt.“ Im 3. Absatz, 1. Satz, muss es demnach „ein Manager“ heißen (nicht: „der Manager“). Damit wird klargestellt, dass nicht gegen denjenigen ermittelt wird, der die Boni erhalten hat.)

~ ISIN DE0007664039 WEB http://www.volkswagenag.com ~ APA113 2019-04-21/12:54




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