Letztes Update am So, 21.04.2019 13:24

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Anschläge in Sri Lanka - Kirchen und Luxushotels als Ziel



Colombo (APA/dpa) - Die Anschlagsserie in Sri Lanka traf am Ostersonntag vor allem christliche Kirchen und Luxushotels. Zwei der betroffenen Kirchen waren katholisch, eine evangelikal.

KIRCHEN:

Sri Lanka mit seinen knapp 21 Millionen Einwohnern ist mehrheitlich buddhistisch. Rund 7,4 Prozent der Bevölkerung sind Christen. Zudem sind 12,6 Prozent der Einwohner Hindus, 9,7 Prozent Muslime.

- Die St.-Antonius-Kirche in Colombo liegt in der Nähe des Hafens im Nordwesten der Hauptstadt. Die römisch-katholische Kirche ist dem Heiligen St. Antonius von Padua gewidmet und gehört zur Erzdiözese von Colombo, die rund 700.000 Katholiken zählt. Die Ursprünge der Kirche gehen auf die niederländische Kolonialzeit zurück, in der der katholische Glaube unterdrückt wurde. Der heutige Kirchenbau wurde 1834 geweiht. Das Gotteshaus gilt als bekannte Wallfahrtsstätte.

- Die St.-Sebastians-Kirche in Negombo liegt rund 35 Kilometer nördlich der Hauptstadt. Die römisch-katholische Kirche ist dem Patron der Stadt Negombo geweiht. Der Grundstein für die Kirche wurde 1936 gelegt, das Gebäude rund zehn Jahre später fertiggestellt. Negombo hat rund 140.000 Einwohner und ist mehrheitlich katholisch.

- Die Zionskirche in Batticaloa liegt rund 280 Kilometer östlich der Hauptstadt Colombo. Die evangelikale Freikirche in der 90.000-Einwohner-Stadt wurde 1974 gegründet.

HOTELS:

Alle drei Fünf-Sterne-Hotels liegen in einem Umkreis von rund zwei Kilometern innerhalb des Geschäfts- und Einkaufsviertels der Hauptstadt Colombo nahe der Strandpromenade.

- Das Shangri-La hat über 500 Zimmer und Suiten sowie 41 Apartments.

- Das Cinnamon-Grand-Hotel hat ebenfalls über 500 Zimmer und Suiten.

- Das Kingsbury-Hotel hat 229 Zimmer und Suiten.

Des weiteren wurden laut Behördenangaben in einem Hotel in Dehiwala-Mount Lavinia, einem Vorort der Hauptstadt Colombo, bei einer Detonation mindestens zwei Menschen getötet. Eine achte Explosion ereignete sich demnach kurz darauf in einer Wohngegend in Dematagoda im Norden der Stadt, bei der ein Attentäter drei Polizisten mit in den Tod riss.




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