Letztes Update am So, 21.04.2019 14:24

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Anschläge auf Christen überschatten immer wieder das Osterfest



Paris/Colombo (APA/AFP) - Immer wieder sind Christen in den vergangenen Jahren an Ostern zum Ziel von Terroranschlägen geworden. Am diesjährigen Ostersonntag traf es Gläubige in drei Kirchen in Sri Lanka. Viele der vorangegangenen Anschläge gingen auf das Konto islamischer Extremisten.

ÄGYPTEN 2017:

Am Palmsonntag, dem 9. April, töten zwei Selbstmordattentäter in zwei koptischen Kirchen in Alexandria sowie in Tanta nördlich von Kairo insgesamt 45 Menschen. Zu der Tat in dem mehrheitlich muslimischen Land bekennt sich die Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS).

PAKISTAN 2017:

In einem Park der Großstadt Lahore zündet ein Selbstmordattentäter seinen Sprengsatz inmitten von tausenden christlichen Familien, die sich dort zum Osterfest versammelt haben. Er tötet 75 Menschen, unter ihnen viele Kinder. Die pakistanische Taliban-Gruppierung Jamaat-ul-Ahrar (JUA) reklamierte den Anschlag für sich.

NIGERIA 2012:

41 Menschen sterben, als zum Osterfest am 8. April eine Autobombe vor einer Kirche der nordnigerianischen Stadt Kaduna explodiert. Die Region ist eine Hochburg der islamistischen Gruppierung Boko Haram, die immer wieder Christen ins Visier nimmt.

Auch außerhalb der Osterfeiertage wurden Christen immer wieder Opfer zu Anschlägen. So wurden im vergangenen Jänner in der Kathedrale der philippinischen Stadt Jolo mindestens 21 Gläubige getötet.

Bei Angriffen auf einen Bus mit koptischen Pilgern sterben im Mai 2017 im ägyptischen Minja 29 Menschen; ebenso viele Gläubige wurden fünf Monate vorher bei einem Selbstmordanschlag auf eine Kirche in Kairo, die unmittelbar an den Sitz des koptischen Papstes Tawadros II. anschließt, getötet. Beide Anschläge reklamiert der IS für sich.

Im März 2016 bringen bewaffnete IS-Kämpfer bei einem Angriff auf ein Hospiz von Mutter Teresa in der jemenitischen Metropole Aden 16 Menschen um, darunter auch vier katholische Nonnen.

Knapp ein Jahr zuvor werden bei Anschlägen auf zwei Kirchen in einem christlichen Viertel von Lahore 17 Menschen getötet. Zu der Tat bekannten sich die Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP).




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