Letztes Update am Di, 23.04.2019 11:03

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Defizite und Staatsschulden gingen 2018 in EU und Eurozone zurück



Brüssel (APA) - 2018 sind die Defizite und die öffentlichen Schuldenstände im Euroraum und in der gesamten EU im Vergleich zu 2017 zurückgegangen. Gemessen am BIP ging das Defizit in der Eurozone von 1,0 Prozent 2017 auf 0,5 Prozent 2018 und in der EU von 1,0 Prozent auf 0,6 Prozent zurück. Die Verschuldung verringerte sich im Euroraum von 87,1 auf 85,1 Prozent und in der EU von 81,7 auf 80,0 Prozent.

Einen Überschuss verzeichneten 2018 Luxemburg (+2,4 Prozent), Bulgarien und Malta (je +2,0 Prozent), Deutschland (+1,7 Prozent), die Niederlande (+1,5 Prozent), Griechenland (+1,1 Prozent), Tschechien und Schweden (je +0,9 Prozent), Litauen und Slowenien (je +0,7 Prozent) sowie Dänemark (+0,5 Prozent), Kroatien (+0,2 Prozent) und Österreich (+0,1 Prozent). Irland vermeldete einen ausgeglichenen Finanzierungssaldo. Nur Rumänien (-3,0 Prozent) und Zypern (-4,8 Prozent) wiesen Defizite von 3 Prozent oder mehr des BIP auf.

Die niedrigste Verschuldung hatten Ende 2018 Estland (8,4 Prozent), Luxemburg (21,4 Prozent), Bulgarien (22,6 Prozent), Tschechien (32,7 Prozent), Dänemark (34,1 Prozent) und Litauen (34,2 Prozent). Die höchsten Schuldenberge verzeichneten Griechenland (181,1 Prozent), Italien (132,2 Prozent), Portugal (121,5 Prozent), Zypern (102,5 Prozent), Belgien (102,0 Prozent), Frankreich (98,4 Prozent) und Spanien (97,1 Prozent). In Österreich ging der Schuldenstand des Staates 2018 auf 73,8 Prozent zurück, gegenüber 78,2 Prozent im Jahr 2017.

Vorbehalte äußerte das EU-Statistikamt Eurostat in den am Dienstag veröffentlichten Daten zu Ungarn und der Slowakei. In Ungarn könnte der Schuldenstand für die Jahre 2015 und 2018 noch um 0,3 Prozent und für 2016 und 2017 um 0,4 Prozent steigen. In der Slowakei könnte die Verbuchung bestimmter Staatsausgaben das Defizit für 2018 um 0,3 Prozent erhöhen.

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