Letztes Update am Di, 23.04.2019 12:36

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Gewerbe-Immomarkt zu mehr als vier Fünftel in ausländischer Hand



Wien (APA) - Mehr als vier Fünftel der Aktivitäten am heimischen Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien gehen auf das Konto ausländischer Player - dabei wiederum überwiegend nicht-deutscher Provenienz. Bisher sei 2019 ein sehr gutes Jahr gewesen, erklärte der Immo-Consulter CBRE am Dienstag: Allein im ersten Quartal wurden in Österreich 830 Mio. Euro investiert, großteils in Büroimmobilien.

Nur rund 17 Prozent der Gewerbe-Investments haben heimische Investoren getätigt, rund 21 Prozent deutsche und weitere rund 62 Prozent nicht-deutsche internationale Akteure. Nachdem das Angebot an Büroimmobilien 2018 reduziert war, entfielen heuer im ersten Quartal auf diese Assetklasse etwa 71 Prozent des Transaktionsvolumens. Etwa 12 Prozent wurden in Hotels und circa 9 Prozent in Wohnimmobilien gesteckt.

Vor allem der Anteil der Wohnimmobilien wird in den kommenden Monaten steigen, nimmt CBRE aufgrund der umfangreichen Pipeline an. Nach wie vor stark und sicher auch 2019 bestimmend sei der Trend zu Forward Deals; 2018 wurden rund 18 Prozent des heimischen Investmentvolumens in dieser Form abgewickelt, Zeitspannen von 18 bis 24 Monaten zwischen Verkauf und Fertigstellung seien keine Seltenheit. Gehe es nach den Entwicklern, könnten die Immobilien noch früher - bereits in der Planungsphase - verkauft werden, heißt es beim Beratungsunternehmen.

Die Spitzenrenditen gaben in Österreich im ersten Quartal in allen Assetklassen leicht nach. Bei Büroimmobilien lagen sie zuletzt bei 3,7 Prozent, für Einkaufszentren bei 4,05, für Fachmarktzentren bei 5,5 und bei Logistik bei 4,85 Prozent.




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