Letztes Update am Di, 23.04.2019 16:12

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Israel: 300 Gaza-Christen dürfen diese Woche nach Jerusalem



Jerusalem/Gaza (APA) - Israel hat 300 Christen aus dem Gazastreifen die Einreise ins Westjordanland und nach Jerusalem gestattet. Das berichtete die Tageszeitung „Haaretz“ (Dienstag) laut Kathpress unter Berufung auf die zuständige israelische Koordinationsstelle für Regierungsaktivitäten in den besetzten Gebieten (COGAT). Diese hatte ursprünglich 200 Christen über 55 Jahren die Reise nach Jordanien genehmigt.

Bereits am Freitag gaben israelische Behörden bekannt, die Reise zu erlauben - allerdings ohne Angabe einer konkreten Zahl. Der Sprecher der christlichen Gemeinde im Gazastreifen, Elias Jelda, konnte vergangene Woche die neuen Reisebestätigungen aber zunächst nicht bestätigen.

Die katholische Kirche im Heiligen Land hatte die Reisebeschränkungen für Gaza-Christen zu Ostern kritisiert und freien Zugang zu den heiligen Stätten „für alle und ohne Einschränkungen“ gefordert. Zu den Kritikern am Vorgehen Israels gehörten auch die christlich-arabische Knesset-Abgeordnete Aida Touma-Suliman und die israelische Menschenrechtsorganisation „Gisha“.

Rund 1.000 der 1,8 Millionen Bewohner des Gazastreifens sind Christen, die Mehrheit von ihnen ist orthodox. Die katholische Pfarre in Gaza-Stadt zählt rund 130 Gläubige.

Die Ostkirchen feiern in diesem Jahr aufgrund verschiedener Kalender mit einer Woche Abstand Ostern. Die als Höhepunkt der orthodoxen Osterfeiern in Jerusalem geltende, über 1.200 Jahre alte Liturgie des „Heiligen Feuers“ fällt damit auf den 27. April.




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