Letztes Update am Di, 23.04.2019 18:33

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frankfurter Börse



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der DAX hat sich nach der jüngsten Rally am Dienstag nach Ostern lange Zeit kraftlos präsentiert, ehe ihm die Gewinne an der Wall Street und der sinkende Eurokurs ins Plus verhalfen. Der deutsche Leitindex schloss 0,11 Prozent höher auf 12.235,51 Punkten.

Mit seinem Tageshoch bei 12.251,81 Punkten im späten Handel hatte das Barometer ein weiteres Jahreshoch markiert. Der Index der mittelgroßen Werte MDAX stieg um 0,71 Prozent auf 26.038,47 Zähler.

„Der DAX hatte zunächst etwas Probleme, wieder in die Gänge zu kommen“, sagte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. Auf dem hohen Niveau sei es aber schon ein gutes Zeichen, wenn Gewinne gehalten würden. Anleger auf der Suche nach attraktiven Renditen müssten auf den fahrenden Zug am Aktienmarkt aufspringen und dies verhindere echte Rückschläge.

Der unter Druck stehende Euro habe dem DAX geholfen, so Stanzl weiter. Die Nachfrage nach Waren aus der Eurozone kann durch eine schwächere Gemeinschaftswährung angekurbelt werden. Am Dienstagnachmittag war sie zeitweise unter 1,12 US-Dollar gefallen und kostete zuletzt 1,1211 Dollar.

Aktien aus dem Gesundheits- und Medizintechniksektor schoben sich sowohl im DAX als auch im MDAX auf die vordersten Plätze. Der entsprechende europäische Sektor war mit einem Plus von 1,42 Prozent der zweitbeste der Stoxx-600-Branchenübersicht. Ihm half, dass die viel beachtete 200-Tage-Linie, der sich der Branchenindex nach seinen jüngsten Verlusten bedrohlich genähert hatte und die als Indikator für den längerfristigen Trend gilt, am Dienstag gehalten wurde. Im DAX waren Fresenius SE der stärkste Wert mit plus 2,91 Prozent. Im MDAX eroberten die Anteile des Laborausrüsters Sartorius mit plus 5,1 Prozent die Spitze.

Im DAX drehten zudem die Aktien von Wirecard nach anfänglichen Verluste von mehr als 8 Prozent ins Plus, um den Tag als zweitbester Indexwert mit plus 2,83 Prozent zu beenden. Die Finanzaufsicht BaFin hatte am Donnerstagabend ihre Vorsichtsmaßnahmen gegen zeitweilig befürchtete illegale Attacken von Börsenspekulanten auf den Zahlungsabwickler beendet. Dies schadete den Papieren nach Ostern nicht nachhaltig.

Gemieden wurden die Aktien der Stahlhersteller Thyssenkrupp und Salzgitter, die rund 4 beziehungsweise 1,68 Prozent verloren. Angesichts des globalen Preisdrucks hatte sich das Analysehaus Jefferies skeptisch zu der Branche geäußert.

Die Lufthansa-Anteile gaben unter dem Eindruck der Anschlagsserie in Sri Lanka und der gestiegenen Ölpreise nach den von den USA verhängten Iran-Sanktionen um 2,04 Prozent nach. Damit waren sie nach Thyssenkrupp der zweitschwächste DAX-Vertreter.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA418 2019-04-23/18:30




Kommentieren