Letztes Update am Mi, 24.04.2019 13:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Moldawische Bande verübte 41 Einbrüche in mehreren Bundesländern



Linz/Wien (APA) - Eine fünfköpfige moldawische Bande hat 41 Einbrüche in Ober- und Niederösterreich, Tirol und Wien verübt. Hinzu kommen Taten in einigen Nachbarstaaten. Die Männer machten rund 88.000 Euro Beute, der Schaden ist mit etwa 255.000 Euro aber deutlich höher. Die Verdächtigen, die zwischen 23 und 35 Jahre alt sind, sitzen in Korneuburg in U-Haft, berichtete die oberösterreichische Polizei am Mittwoch.

Die Männer, die von Kriminalisten aus Ober- und Niederösterreich nach langen Ermittlungen dingfest gemacht wurden, hatten es auf Gebäude abgesehen, in denen sie Tresore vermuteten. Die Einbruchsserie im Mühlviertel startete am 12. April 2018 in Aigen im Mühlkreis (Bezirk Rohrbach). Dort stahlen die Täter bei einem Unternehmen einen Geldschrank, transportierten ihn mit einem Firmenauto zur tschechischen Grenze und öffneten ihn mit Gewalt. Danach wurde der leere Tresor in einem Graben im Böhmerwald entsorgt.

Im August folgten dann sieben Einbrüche in einer einzigen Nacht in Haslach, in einer weiteren fünf in Reichenthal. Ende Oktober wurden die Täter schließlich bei einem Einbruch in Rainbach im Mühlkreis in flagranti erwischt. Ein Mann wurde festgenommen, die übrigen konnten flüchten, kamen aber nicht weit: Für drei klickten tags darauf in Prag die Handschellen, für den letzten einige Zeit später in Ungarn.

Neben den Einbrüchen im Mühlviertel in Oberösterreich wiesen die Ermittler der Bande 20 Einbrüche in Schulen, Sport- und Freizeitzentren, Golfanlagen und Firmengebäude in diversen Bezirken in Niederösterreich, zwei in Tirol und einen in Wien nach. Hinzu kommen Taten in Italien, der Schweiz und Deutschland.




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