Letztes Update am Mi, 24.04.2019 13:30

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Oö. Theaterfestival Schäxpir lockt Junge mit zehnter Ausgabe



Linz (APA) - Schäxpir, das Theaterfestival für junges Publikum, feiert unter dem Motto „Multiversum. Alles ist echt.“ seine zehnte Ausgabe. Das biennale Festival findet heuer von 24. bis 30. Juni in Linz statt und bezieht sich auf den gesellschaftlichen Wandel und die Vielzahl gleichzeitiger Realitäten, die auf uns wirken. Mit 37 Produktionen aus sieben Ländern ist es sehr international.

„Wir laden das Publikum ein, multiverselle Eindrücke sinnlich zu erfassen und zu reflektieren“, wünschten sich die Leiterinnen Cornelia Lehner, Sara Ostertag und Julia Ransmayr in einer Pressekonferenz mit Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) am Mittwoch. Rund 270 Künstler bringen an den sieben Tagen über 150 Veranstaltungen auf die Bühne, darunter neun Ur- und 14 österreichische Erstaufführungen. Angesprochen sind alle Menschen ab einem Jahr, Schäxpir versteht sich als generationenübergreifend. Das Festival zielt auf die Partizipation der Zuschauer ab, will kulturelle Teilhabe und den dafür nötigen niederschwelligen Zugang bieten.

Heuer widmet sich Schäxpir der Frage, was Theater im digitalen Zeitalter alles sein kann, erweitert sich in Richtung neuer Aufführungsformen, etwa im Moviemento Kino, in der Kultur Tankstelle und im Ars Electronica Center. Ein weiteres Hauptaugenmerk gilt der Vertiefung der Kollaboration mit flämischen und niederländischen Theatermachern.

Einige Höhepunkte aus dem Programm sind „Artefakt“ vom Theatre Nouvelle Generation - CDN de Lyon, eine menschenfreie Produktion, die Installationen, 3-D-Drucker und Roboter kombiniert, „Martin Luther King“ von Urban Myth, „Paradise now (1968-2018) von fABULEUS mit der Suche nach Überbleibseln der 1968-Revolte, und „Role Model“ von Nicole Beutler Projects/DOX, das die vielen Nuancen des Frauseins zeigt.

Das Eröffnungsstück „Homo Deus Frankenstein“ von makemake produktionen, Kopergiertery und I Solisti ist eine Auftragsarbeit von Schäxpir und dem Klarafestival Brüssel, das die Lebensgeschichte eines Roboters erzählt. Als partizipative Höhepunkte gelten die beiden Koproduktionen „Das Space Maze Game - eine Gesellschaftssimulation auf dem Generationenschiff“ von Das Planetenparty Prinzip/Tao! und „Nestervals: eine Sommernachtsmatrix“ des gleichnamigen Performance-Kollektivs.

Am Abend bietet der „Klub Club“, kuratiert von Moritz Prisk, ein musikalisches Programm der Kontraste. Vorträge, eine Masterclass, ein Schreibworkshop und Partnerklassen an acht Schulen ergänzen das Programm. Neu sind ein Online-Ticketing-System sowie ein Festivalpass.

(S E R V I C E - Infos und Tickets unter http://www.schaexpir.at)




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