Letztes Update am Mi, 24.04.2019 13:57

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen im Verlauf uneinheitlich



Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch im Verlauf uneinheitlich tendiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 stieg um 5,05 Einheiten oder 0,14 Prozent auf 3.508,90 Punkte.

Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.40 Uhr mit 12.321,33 Punkten und plus 85,82 Einheiten oder 0,70 Prozent. Der FTSE-100 der Börse London verlor hingegen 30,98 Zähler oder 0,41 Prozent und steht nun bei 7.492,09 Stellen.

Konjunkturdatenseitig galt die Aufmerksamkeit in der Eurozone am heutigen Handelstag dem viel beachteten ifo-Geschäftsklima-Index. Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im April überraschend eingetrübt. Das Barometer für das Geschäftsklima fiel auf 99,2 Punkte von 99,7 Zählern, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte. Ökonomen hatten dagegen mit einem Anstieg auf 99,9 Punkte gerechnet, nachdem es im März das erste Plus nach zuvor sechs Rückgängen in Folge gegeben hatte.

In Paris belegten am frühen Nachmittag die Anteilsscheine des Softwareentwicklers Dassault Systemes mit plus 3,63 Prozent den ersten Platz im Leitindex. Die Titel von Sicroelectronics kletterten auf Platz zwei mit einem Aufschlag von 2,98 Prozent. Das Unternehmen schraubte zwar in einem für die Chipbranche schwierigen Geschäftsumfeld seine Investitionspläne für 2019 leicht zurück. Allerdings rechne der Chipkonzern mit einer starken Erholung im zweiten Halbjahr, strich der Analyst Sandeep Deshpande von der US-Bank JPMorgan positiv hervor.

Schlusslicht im Pariser Leitindex waren die Aktien des Autobauers Renault. Diese verloren rund 4 Prozent, nachdem der japanische Autobauer Nissan die Indikation für das operative Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres weiter nach unten revidiert hatte. Der französische Autohersteller ist ein Allianzpartner der Japaner.

An der Spitze im Euro-Stoxx platzierten sich die Aktien von SAP mit satten plus 9 Prozent. Ein starkes erstes Quartal und höhere Gewinnziele haben Anleger euphorisiert. Sie griffen bei den Aktien des Softwarekonzerns zu und bescherten ihnen ein Rekordhoch.

Unter den Gewinnern im Euro-Stoxx fanden sich zudem Vinci-Papiere mit einem Plus von 1,68 Prozent. Der französische Bau- und Dienstleistungskonzern steigerte seine Erlöse vor allem außerhalb Frankreichs dank Zukäufen deutlich.

An der Zürcher Börse gewannen unter anderem Novartis. Der Pharmakonzern hat im ersten Quartal von guten Geschäften mit innovativen Medikamenten profitiert und seine Gewinnprognose für das laufende Jahr erhöht. Die Aktie notierte zuletzt bei 2,46 Prozent.

Auch die Schweizer Großbank Credit Suisse ist besser als erwartet in das Jahr gestartet und blickt vorsichtig optimistisch auf das zweite Quartal. In den ersten drei Monaten des Jahres stieg der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent auf 749 Millionen Franken (655 Mio. Euro). Credit-Suisse-Titel gewannen 1,70 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA315 2019-04-24/13:54




Kommentieren