Letztes Update am Mi, 24.04.2019 17:33

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Libyen: Italiens Außenminister traf UNO-Sondergesandten Salamé



Rom/Tripolis (APA) - Der italienische Außenminister Enzo Moavero Milanesi hat am Mittwoch in Rom den UNO-Sondergesandten für Libyen, Ghassan Salamé, getroffen. Italien sei wegen der Aussicht starker Migrationsströme aus Libyen infolge der eskalierenden Gewalt besorgt, sagte Moavero Milanesi bei einer Pressekonferenz.

„Ich habe der EU-Kommission geschrieben und sie aufgerufen, sich auf eine europäische Initiative vorzubereiten, sollte es zu beträchtlichen Flüchtlingsströme kommen“, sagte der Außenminister. Eine massive Flüchtlingswelle aus Libyen müsste auf gesamteuropäischer Ebene in Angriff genommen werden.

„Italien unterstützt die Initiative der UNO für einen Waffenstillstand. Die Zivilbevölkerung in Libyen ist ständigen Gefahren ausgeliefert. Wir hoffen, dass es so rasch wie möglich zu einem Waffenstillstand kommt, damit der Bevölkerung Hilfe geleistet werden kann“, so der italienische Außenminister.

Salamé betonte, dass sich zurzeit ca. 700.000 Migranten in Libyen aufhalten. Nicht jeder habe jedoch die Absicht, die Seefahrt in Richtung Europa zu unternehmen. Der Strom der Migranten, die aus Westafrika Libyen erreichen, habe sich im letzten Jahr fast auf Null reduziert.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA457 2019-04-24/17:30




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