Letztes Update am Do, 25.04.2019 10:27

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Glyphosat - Studie soll laut Köstinger im 1. Halbjahr 2019 vorliegen



Wien (APA) - Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) hat im Zusammenhang mit dem Verbot von Glyphosat auf eine derzeit laufende Studie verwiesen. Wie sie in der Fragestunde im Nationalrat erklärte, sollen die Ergebnisse im ersten Halbjahr 2019 vorliegen. Die lange Dauer begründete die Ministerin damit, dass es eine Reihe von Fragen zu klären gebe.

Zum einen handle es sich dabei um eine „rechtlich sehr komplexe Materie“, zum anderen müssten Alternativen ausgelotet werden. „Was nützen Alternativen zu Glyphosat, die dann noch schädlicher sind“, gab Köstinger zu bedenken. In rechtlicher Hinsicht verwies die Umweltministerin darauf, dass schon einige Bundesländer Versuche für ein Verbot gestartet hätten, bisher aber daran gescheitert seien.

In puncto rechtlicher Komponente werde man auch den Input, der von der EU kommt, in die Studie einfließen lassen. Die Kosten für die Untersuchungen tragen Bund und Länder gemeinsam.

Im Zusammenhang mit dem durch Studien nachgewiesenen Glyphosat-Vorkommen in Babywindeln erklärte Köstinger auf eine entsprechende Frage der JETZT-Abgeordneten Daniela Holzinger, dass dies bekannt sei. Es liege daran, dass Baumwolle in hohem Maß nicht in Europa produziert werde. Gleichzeitig verwies die Umweltministerin darauf, dass Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) eine Untersuchung und eine Nachschärfung im Bereich Konsumentenschutz angekündigt habe. Bei letzterem werde es vor allem um die Nachverfolgbarkeit gehen. Zudem seien die Rückstände von Glyphosat in Babywindeln nicht nur in Österreich, sondern weltweit ein Problem.




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