Letztes Update am Do, 25.04.2019 13:43

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Armut - Hartinger-Klein kündigt weitere Maßnahmen an



Wien (APA) - Angesichts der von der Statistik Austria festgestellten 17,5 Prozent der Bevölkerung, die 2018 armuts- oder ausgrenzungsgefährdet waren, sieht Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) Österreich „auf einem guten Weg“. Gleichzeitig kündigte sie am Donnerstag in einer Aussendung, weitere Maßnahmen zur Armutsbekämpfung an.

Mit dem heutigen Beschluss der neuen Sozialhilfe „gehen wir in die richtige Richtung“, meinte Hartinger-Klein. „Die Sozialhilfe wird künftig stärker mit Anreizen zur Erwerbsaufnahme verknüpft sein. Hier setzen wir mit einem höheren Wiedereinsteigerfreibetrag neue Impulse. Denn Arbeit ist der beste Weg aus der Armut.“ Gleichzeitig verwies die Ministerin auf weitere gesetzt Maßnahmen wie die Senkung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge, den Familienbonus oder die „Schulstartpakete“.

Gleichzeitig kündigte sie weitere Maßnahmen an: Die Steuerreform werde eine Absenkung der Krankenversicherungsbeiträge für Menschen mit geringem Einkommen bringen. Im Gesundheitswesen werde ein flächendeckender Ausbau der „Frühen Hilfen“ - ein Angebot für Schwangere und Jungfamilien in belastenden Lebenssituationen - angestrebt. Im Bildungsbereich werde das Kinderbetreuungsangebot und das Angebot von ganztägigen Schulformen ausgebaut.

Die Sozialministerin verwies darauf, dass Österreich mit 17,5 Prozent an armutsgefährdeten Personen, deren Einkommen unter 60 Prozent des mittleren Einkommens liegt, unter dem EU-Schnitt von 22,4 Prozent liege. Sie sieht Österreich auch auf einem „guten Weg“, das EU-Ziel zu erreichen, die Zahl der Armuts- oder Ausgrenzungsgefährdeten innerhalb von zehn Jahren um 235.000 Personen zu verringern.

Die Armutskonferenz hielt zu den Zahlen der Statistik Austria fest, des es effektive Hilfen insbesondere bei Kinderarmut, älteren Arbeitslosen, Altersarmut und chronischen Erkrankungen brauche. Der Regierung hielt die Armutskonferenz vor, mit der neuen Mindestsicherung die Situation noch zu verschärfen.

~ WEB http://www.statistik.at/ ~ APA308 2019-04-25/13:41




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