Letztes Update am Do, 25.04.2019 14:01

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


UN-Sonderberichterstatter besuchte Assange im Gefängnis



London (APA/dpa) - Der inhaftierte WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat Besuch vom UN-Sonderberichterstatter zum Recht auf Privatsphäre, Joe Cannataci, bekommen. Eine Anwältin von Assange begrüßte das Treffen vom Donnerstag im Gefängnis Belmarsh und lobte das anhaltende Engagement der UN.

Zugleich kritisierte Jennifer Robinson aber, dass Ecuador Assange das diplomatische Asyl entzogen habe, noch bevor Cannataci ihn dort habe aufsuchen können. Der Besuch war vor Assanges Festnahme geplant und sollte am 25. April stattfinden.

Der 47-jährige Australier hatte sich 2012 in Ecuadors Botschaft geflüchtet, um einer Verhaftung unter anderem wegen Vergewaltigungsvorwürfen sowie einer Auslieferung zu entgehen. Nach dem Verlust des Asyls nahm ihn die britische Polizei am 11. April dort fest. Am selben Tag sprach ihn ein britisches Gericht schuldig, im Zusammenhang mit früheren Vergewaltigungsvorwürfen aus Schweden und einem Auslieferungsgesuch des skandinavischen Landes gegen seine Kautionsauflagen in Großbritannien verstoßen zu haben. Dafür droht ihm eine Haftstrafe von bis zu zwölf Monaten.

Bis zu einem Urteil soll Assange in Gewahrsam bleiben. Am 2. Mai soll es vor demselben Gericht zudem um das Auslieferungsgesuch der USA gehen. Die US-Justiz wirft Assange Verschwörung mit der Whistleblowerin Chelsea Manning vor. Manning hatte Regierungsdokumente unter anderem über Menschenrechtsverletzungen der US-Armee in Afghanistan beschafft, die Assanges Enthüllungsplattform WikiLeaks veröffentlichte. Die britische Regierung hat klargestellt, Assange werde nicht ausgeliefert, falls ihm die Todesstrafe drohen sollte.

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