Letztes Update am Fr, 26.04.2019 09:31

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutsche Bank senkte Prognose - Verluste im Investmentbanking



Frankfurt (APA/Reuters) - Die Deutsche Bank wird nach einem schwachen Quartal im Investmentbanking und trotz eines kleinen Konzerngewinns für das Gesamtjahr spürbar pessimistischer. „Wir erwarten, dass unsere Erträge im Jahr 2019 im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr bleiben werden“, teilte das größte deutsche Geldhaus am Freitag in Frankfurt mit.

Bisher war das Institut davon ausgegangen, dass die Einnahmen leicht anziehen - doch nun sorgen unter anderem rote Zahlen im Investmentbanking dafür, dass diese Prognose offenbar nicht mehr zu halten ist. An der Börse startete die Deutsche-Bank-Aktie mit einem Minus von 1,5 Prozent in den Handel.

Vor allem im Handel mit Anleihen und Aktien brachen die Erträge zu Jahresbeginn um fast ein Fünftel ein. Unter dem Strich musste die Unternehmens- und Investmentbank - die größte der drei Säulen des Finanzkonzerns - deshalb einen Verlust von 88 Mio. Euro hinnehmen. Im Startquartal 2018 hatte sie noch einen Gewinn von 203 Mio. Euro geschrieben. Auch andere Großbanken hatten zuletzt in diesen Geschäftszweigen teils herbe Rückschläge hinnehmen müssen.

Die Deutsche Bank hatte bereits am Vortag Eckdaten ihrer Quartalsbilanz veröffentlicht, nachdem Gespräche mit der Commerzbank über einen möglichen Zusammenschluss abgebrochen worden waren. Unter dem Strich fuhr das Institut einen Gewinn von 201 Mio. Euro ein und übertraf damit die Erwartungen des Finanzmarktes klar. Im vergangenen Jahr war das Ergebnis nach Steuern bei 120 Mio. Euro gelegen. Die Einnahmen sanken jedoch um 9 Prozent auf 6,35 Mrd. Euro.

Die Erträge in der Privat- und Firmenkundenbank beliefen sich im ersten Quartal auf 2,5 Mrd. Euro - ein Minus von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr - allerdings legte das verwaltete Vermögen um 6 Prozent auf 502 Mrd. Euro zu. Das Geschäft auf dem Heimatmarkt Deutschland ging um 7 Prozent zurück. Der Gewinn vor Steuern gab um 11 Prozent auf 287 Mio. Euro nach.

In der Vermögensverwaltung - hauptsächlich ist hier die Fondstochter DWS gemeint - sanken die Einnahmen um 4 Prozent auf 525 Mio. Euro. „Der Rückgang im Jahresvergleich beruht zum Teil auf geringeren Verwaltungsgebühren, weil das verwaltete Vermögen infolge von Nettomittelabflüssen und der negativen Marktentwicklung Ende 2018 geringer war“, hieß es zur Begründung. Das verwaltete Vermögen stieg um 42 auf 706 Mrd. Euro. Die DWS verhandelt derzeit mit der Schweizer Großbank UBS über einen Zusammenschluss mit deren Vermögensverwaltungs-Sparte.

~ ISIN DE0005140008 WEB https://www.deutsche-bank.de/index.htm ~ APA112 2019-04-26/09:27




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