Letztes Update am Fr, 26.04.2019 10:58

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bank Austria: Aufschwung zu Ende - Industrierezession droht



Wien/Mailand (APA) - Die Bank Austria reiht sich in die Liste der Warner vor einem wirtschaftlichen Abschwung ein. „Der UniCredit Bank Austria EinkaufsManagerIndex setzt den Sinkflug im April fort: Mit 49,2 Punkten wird erstmals seit vier Jahren die Wachstumsschwelle von 50 Punkten nicht mehr erreicht“, so die Bank. Die Wachstumserwartungen der Industrie für die nächsten zwölf Monate seien auf einem 4-Jahres-Tief.

Einen Hoffnungsschimmer kann UniCredit-Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer nicht ausmachen - er sieht vorerst „kein Licht am Ende des Tunnels“. „In den kommenden Monaten wird der UniCredit Bank Austria EinkaufsManagerIndex voraussichtlich unter der Wachstumsschwelle bleiben, was eine Rezession in der österreichischen Industrie erwarten lässt“, so der skeptische Ausblick.

Österreichs Industrie schaffe zwar noch neue Jobs, der beschleunigte Abbau der Auftragsrückstände könne den starken Rückgang der Neuaufträge aber nicht mehr kompensieren. „Die Produktionsleistung stagniert“, resümiert das Finanzinstitut.

Und auch auf der Kostenseite wird es schwieriger: „Trotz schwächstem Kostenanstieg im Einkauf seit zweieinhalb Jahren kommt es zu keiner Verbesserung der Ertragslage, weil höhere Verkaufspreise am Markt zunehmend nicht durchsetzbar sind.“

Fazit von Bruckbauer: „Die längste Aufschwungsphase der österreichischen Industrie seit der erstmaligen Berechnung des UniCredit Bank Austria EinkaufsManagerIndex vor mehr als 20 Jahren ist damit zu Ende gegangen.“

Er warnt, dass die heimischen Betriebe die vorhandenen Produktionskapazitäten für die aktuelle Nachfragesituation offenbar zu hoch bemessen hätten. Die Folge darauf: Die Lagerbestände an Vormaterialien und Rohstoffen nahmen im April weiter zu.

~ ISIN IT0004781412 WEB https://www.unicreditgroup.eu

http://www.bankaustria.at ~ APA190 2019-04-26/10:55




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