Letztes Update am Fr, 26.04.2019 12:25

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fußball: Austria hofft in St. Pölten wieder einmal auf Steigerung



St. Pölten/Wien (APA) - Es ist ein violettes Deja-vu: Wie im Vorjahr klammert sich die Austria nach einer verunglückten Saison auch heuer an die Hoffnung, sich im Finish steigern zu können. In der Bundesliga-Meistergruppe laufen die Wiener ihren Ansprüchen hinterher. Um die Wende doch noch zu schaffen, müssen in den letzten fünf Runden Siege her. Am Sonntag droht in St. Pölten im Falle einer Niederlage jedoch Ungemach.

Die violette Gemütslage ist angespannt. Nach dem 2:2 gegen die Niederösterreicher am Mittwochabend gab es Fan-Proteste, Vorstand Markus Kraetschmer und Sportdirektor Ralf Muhr stellten sich wie einige Spieler der Diskussion mit der aufgebrachten Anhängerschaft. Nur ein Sieg in zehn Spielen im Frühjahr steht zu Buche. Dennoch hat die sechstplatzierte Austria nur vier Zähler Rückstand auf Platz drei. Die Chance auf den Europacup-Startplatz lebt noch.

„Für uns ist das immer noch eine Riesen-Möglichkeit eine miserable Saison doch noch positiv abzuschließen“, sagte Robert Ibertsberger deshalb. Der Salzburger wartet persönlich nach sechs Spielen als Austria-Coach ebenfalls auf ein Erfolgserlebnis. „Es liegt jetzt alleine an uns, diese Chance zu nutzen“, betonte der 42-Jährige, der um eine Weiterverpflichtung über das Saisonende hinaus kämpft. Die Hoffnungsträger heißen Alexander Grünwald und Michael Madl, die nach ihren Gelb-Sperren in die Mannschaft zurückkehren.

Im Heimspiel gegen St. Pölten drehte die Austria zunächst die Partie, fing sich aber noch ein billiges Gegentor ein. Das fehleranfällige Defensivverhalten zieht sich wie ein Roter Faden durch die Saison der Favoritner. Torgefahr und Willen seien da, erkannte Ibertsberger das Positive aus den jüngsten Auftritten. Die NV Arena von St. Pölten ist nicht unbedingt ein guter Boden: An der Traisen gewann die Austria in bisher fünf Auftritten nur einmal Ende Juli 2016. Gleich dreimal verloren die Violetten.

St. Pölten ist Fünfter und hat dabei nur einen Zähler Rückstand auf den Dritten WAC. Wie die Austria halten die „Wölfe“ aktuell bei drei Unentschieden in Folge. Zwar hat auch St. Pölten in den jüngsten zehn Runden nur einen Sieg geschafft, die Gemütslage ist derzeit aber kaum vergleichbar mit jener beim Gegner. „Für uns sind diese Spiele eine Belohnung für den Herbst. Wir genießen es, spielen befreit auf. Ich denke, man kann das sehen“, erklärte Torschütze Michael Ambichl.

Die Europacup-Teilnahme bleibt das Ziel der von Verletzungen im Offensivbereich geplagten Niederösterreicher, unter Druck setzen lassen will man sich auf keinen Fall. Im Angriff steht Trainer Ranko Popovic mit dem am Mittwoch gesperrten Rene Gartler der letzte noch fitte Mittelstürmer wieder zur Verfügung. Ambichl nahm sich viel vor: „Wir müssen die Konter besser ausspielen, ein wenig ruhiger am Ball sein. Ich denke, dass dann viel drinnen ist.“




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