Letztes Update am Fr, 26.04.2019 14:25

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Hotel- und Gastgewerbe zahlt ab 1. Mai mehr



Wien (APA) - Die rund 220.000 Beschäftigten und knapp 10.000 Lehrlinge in der Tourismusbranche erhalten ab 1. Mai deutlich mehr Geld. Die KV-Löhne der Arbeiter steigen um durchschnittlich 2,76 Prozent und die Gehälter der Angestellten um 2,47 Prozent. Das Plus bei den Lehrlingen beläuft sich laut Gewerkschaft im Schnitt auf 5 Prozent.

Im ersten Ausbildungsjahr bekommen Lehrlinge künftig 760 Euro monatlich (bisher: 720 Euro), im zweiten sind es 860 Euro (statt 825 Euro), im dritten 980 Euro (930 Euro) und im vierten 1.075 (1.025 Euro).

„Das ist ein mehr als herzeigbares Ergebnis“, meinte der Vorsitzende des Fachbereichs Tourismus bei der vida, Berend Tusch, am Freitag nach Abschluss der Gespräche in einer Aussendung. „Lehrlinge sind der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft der Branche und werden dringend gebraucht“, betonte der Verhandlungsführer seitens der Gewerkschaft GPA-djp, Andreas Laaber.

Neben einem einheitlichen Mindestlohn (1.540 Euro pro Monat), sei nun auch ein einheitlicher Einstiegslohn für alle Fachkräfte im Kollektivvertrag verankert - nach absolvierter Lehre bzw. Schule würden in ganz Österreich 1.600 Euro monatlich gezahlt, so Tusch. Das Ziel seien allerdings 1.700 Euro.

Erhöht werden zudem die Nacht- und Fremdsprachenzulage sowie die Fehlgeldentschädigung.

Bei dem Abschluss ortet Tusch allerdings „nicht nur Licht- sondern auch Schattenseiten“. Denn wesentliche Forderungen der Gewerkschaft in Bezug auf das Rahmenrecht blieben noch offen - so etwa ein garantiertes freies Wochenende pro Monat oder eine „bessere Feiertagsregelung“. Es passe nicht zusammen, „dass die Arbeitgeber dauernd über zu wenige Fachkräfte klagen und gleichzeitig zeitgemäße Spielregeln vom Tisch wischen“.

Eine Einigung sei „einzig zu Karenzanrechnungen, wie sie in anderen Branchen längst Standard sind“, erzielt worden. Für den 10. Juli sind weitere Gespräche zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern zu den Rahmenbedingungen für die Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe angesetzt.




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