Letztes Update am Fr, 26.04.2019 14:58

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Vor Westbalkangipfel in Berlin - Vucic traf Putin in Peking



Belgrad/Moskau/Peking (APA) - Im Hinblick auf das Westbalkan-Treffen kommenden Montag in Berlin hat der serbische Präsident Aleksandar Vucic die Kosovo-Frage auch mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin besprochen. Moskau würde die Situation „aufmerksam“ verfolgen und Serbien Unterstützung leisten, bekräftigte der Kreml-Chef bei einem Treffen am Rande des Forums Seidenstraße am Freitag in Peking.

Deutschland und Frankreich haben zu dem Gipfel am Montag die Staats- und Regierungschefs der Westbalkan-Staaten - Serbien, Nordmazedonien, Albanien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina und dem Kosovo - sowie Slowenien und Kroatien geladen. „Mit den Gästen möchten sie über die besonderen Herausforderungen der Region diskutieren, insbesondere über die Beziehungen zwischen dem Kosovo und Serbien“, hieß es aus dem Kanzleramt in Berlin.

Der von der EU initiierte Normalisierungsdialog zwischen den beiden Ländern liegt derzeit auf Eis. Vucic weigert sich, die Gespräche wieder aufzunehmen, solange die von der kosovarischen Regierung im November beschlossenen drastischen Zölle für Waren aus Serbien in Kraft sind. Kosovos Regierungschef Ramush Haradinaj lehnt dies ab. Am Freitag drohte er Belgrad zudem mit Gegenmaßnahmen, nachdem sein Berater am Grenzübergang Bela Zemlja (Dheu i Bardhe) von der serbischen Polizei aufgehalten und vom serbischen Nachrichtendienstes BIA einvernommen wurde.




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